Die SG Feuerbach-Korntal um Mannschaftsführer Linus Ruf hat mit einer guten Portion Glück den Ligaverbleib in der Baden-Württemberg-Liga geschafft. Foto: Andreas Gorr
Die SG Feuerbach/Korntal bleibt mit etwas Glück in der Baden-Württemberg-Liga, die KSG Gerlingen steigt auf – und so steht nach zwei Jahren Pause wieder ein direktes Duell an.
Henning Maak
21.05.2026 - 19:00 Uhr
Nach drei Jahren Pause gibt es in der nächsten Saison in der Baden-Württembergliga wieder das Derby zwischen der SG Feuerbach/Korntal und der KSG Gerlingen. Nachdem beide Teams in den vergangenen beiden Spielzeiten in verschiedenen Spielklassen unterwegs waren, kommt es in der Saison 2026/27 in der vierthöchsten Klasse wieder zum Aufeinandertreffen der ersten Mannschaften beider Vereine.
Grund dafür ist, dass die SG Feuerbach/Korntal trotz lauter Niederlagen in der Rückrunde mit etwas Glück als Tabellenvorletzter in der Baden-Württemberg-Liga bleibt, und die KSG Gerlingen als Meister sehr souverän den Sprung aus der Württemberg-Liga nach oben geschafft hat.
Aufstieg der Spvgg Mössingen rettet die SG Feuerbach/Korntal
Es war klar, dass auf die SG Feuerbach/Korntal in der Rückrunde eine schwierige Serie zukommen würde: Nur zwei Heimspielen standen fünf Partien in fremden Hallen gegenüber. Zudem musste die SG auf den regionalligaerfahrenen Denis Popp (Auslandssemester) verzichten. Dass es aber zum Worst-Case-Szenario mit sieben Niederlage in sieben Partien kommen würde, „war ein Dämpfer für uns“, räumt Mannschaftsführer Linus Ruf ein, „in engen Spielen entscheiden Kleinigkeiten über Erfolg oder Misserfolg“.
Schweißtreibende Arbeit am Netz: Niklas Ruf Foto: Andreas Gorr
Unglücklich war das 3:5 bei Schlusslicht SG Heilbronn/Leingarten sowie das 3:5 gegen den einen Rang besser platzierte SSV Ettlingen. Pech war auch, dass Abstiegskonkurrent TSV Altshausen am letzten Spieltag mit zwei Siegen von Rang neun auf Rang fünf kletterte, da er zuvor zwei Zähler durch den Nichtantritt des Tabellenvierten BSpfr. Neusatz kampflos bekommen hatte. Zu den positiven Überraschungen gehörte bei der SG, dass Daniel Geyer nach langer Krankheit die komplette Rückrunde bestreiten konnte.
Dass der siebte Rang in der Achter-Liga zum Klassenverbleib reichte, lag daran, dass die Spvgg Mössingen, die in den letzten beiden Jahren in der Relegation gescheitert war, ihr Aufstiegsrecht in die Regionalliga wahrnahm und es keinen Absteiger aus der dritthöchsten Spielklasse gab. „Mössingen gehört ein Klasse höher, sie sind seit Jahren das dominierende Team in der Liga“, sagt Linus Ruf, der sich in der kommenden Runde „mehr Konstanz in den Doppeln“ erhofft.
Große Freude bei der KSG Gerlingen
Den Wiederaufstieg in die Baden-Württemberg-Liga nach nur einem Jahr hat die KSG Gerlingen am vorletzten Spieltag fix gemacht. Nach einer makellosen Hinrunde mit sieben Siegen in sieben Partien gab die KSG in der Rückrunde nur im Derby gegen die SG Feuerbach/Korntal II einen Zähler ab und unterlag im letzten, bedeutungslosen Saisonspiel gegen den VfL Herrenberg mit 3:5. „Im Derby haben wir personell experimentiert“, meinte Mannschaftsführer Patrick Heimann. Ein Stück weit profitierte die KSG auch davon, dass der Tabellendritte SV Fellbach wegen gleich drei erkrankter Spieler das Duell gegen die Gerlinger am letzten Spieltag absagen musste.
Die KSG Gerlingen mit Patrick Heimann schlägt wieder in der Baden-Württemberg-Liga auf. Foto: Andreas Gorr
Den Fahrstuhl wieder eine Klasse tiefer möchte die KSG künftig vermeiden. „Wir wollen den Klassenverbleib möglichst früh klar machen und uns im Mittelfeld etablieren“, nennt Patrick Heimann das Saisonziel. Der Kader bleibt zusammen, ein Herr und eine Dame sollen die KSG noch verstärken, um bei personellen Ausfällen besser gewappnet zu sein.