Kühlerwerk Sorge um Jobs im Mahle-Werk in Mühlacker
Weil zwei Autohersteller deutlich weniger Kühler abnehmen, hat das Werk von Mahle Behr in Mühlacker Auslastungsprobleme. 1400 Beschäftigte arbeiten dort.
Weil zwei Autohersteller deutlich weniger Kühler abnehmen, hat das Werk von Mahle Behr in Mühlacker Auslastungsprobleme. 1400 Beschäftigte arbeiten dort.
Stuttgart - Der Autozulieferer Mahle hat Auslastungsprobleme in seinem Werk in Mühlacker (Enzkreis). Darüber hat das Unternehmen, das mit Kolben groß geworden ist, die Beschäftigten in Betriebsversammlungen informiert. Wie zu hören ist, soll der Umsatzrückgang sich verschärft haben und derzeit bei etwa 15 Prozent betragen; bestätigt ist die Zahl nicht. Grund für die Probleme soll sein, dass zwei Autobauer die Abrufzahlen für Kühler reduziert haben. Die Arbeitnehmervertreter befürchten, dass „in Mühlacker schon in kürzester Zeit eine große Anzahl von Arbeitsplätzen, vor allem befristet Beschäftigter, in Gefahr“ sein könnten, sagt Dieter Kiesling, Betriebsratsvorsitzender der Region Mahle Behr Mühlacker. Mahle beschäftigt in dem Werk, in dem Kühler für Pkw und Lkw hergestellt werden, rund 1400 Mitarbeiter. Etwa 100 Beschäftigte hätten einen befristeten Vertrag.
Geschäftsleitung und Betriebsrat wollen nun ausloten, „ob konkrete Kompensationsmaßnahmen erforderlich werden“, teilt der Zulieferer mit. Der Betriebsrat denkt an den Abbau von Zeitkonten oder Altersteilzeit. Auch Kurzarbeit ist möglich. Mahle hat bereits in Wölfersheim (Hessen) und Zell im Wiesenthal (Südschwarzwald) Kurzarbeit eingeführt.