Nach Handwerkerarbeiten kam es in der Nacht auf Freitag und ein weiteres Mal am Freitagmorgen zu einem Kühlmittelaustritt im Herrenberger Kaufland. Die Feuerwehr rückte zweimal zum Großeinsatz aus, es waren zahlreiche Rettungswagen vor Ort. Letztlich schien aber alles eher glimpflich ausgegangen zu sein: Laut Feuerwehr musste nur eine Person, die sich bereits bei dem nächtlichen Leck verletzt hatte, ins Krankenhaus gebracht werden.
Ein Mitglied der Kaufland-Belegschaft widerspricht dieser Darstellung jedoch: „Alle Mitarbeiter mussten ins Krankenhaus, aber interessanterweise wurden wir mit Privatautos hingefahren. Ich selbst war aus diesem Grund in der Intensivstation“, heißt es in einer Mail an diese Zeitung. Das Unternehmen äußert sich nicht und bittet stattdessen um Verständnis dafür, dass man zu Art und Dauer von medizinischen Behandlungen keine Angaben machen könne.
Philipp Löffler, Pressesprecher der Feuerwehr Herrenberg, berichtet zunächst, dass sämtliche Messungen vor Ort negativ gewesen seien und verweist nochmals auf den Kenntnisstand nach Einsatzende, wonach keine der vom Rettungsdienst untersuchten Personen ins Krankenhaus gebracht worden sei. „Allerdings kann es natürlich durchaus sein, dass Menschen, die dort behandelt wurden, später selbst ins Krankenhaus gegangen oder gebracht worden sind“, sagt er.