Künstler und die Corona-Krise Für Schauspieler bleibt oft nur Hartz IV

Landesweit sind seit Anfang November sämtliche Theater  geschlossen – auch  das in Dortmund. Der Schriftzug macht auf die Situation in der Kultur- und Veranstaltungsbranche aufmerksam. Foto: imago images/Olaf Döring 7 Bilder
Landesweit sind seit Anfang November sämtliche Theater geschlossen – auch das in Dortmund. Der Schriftzug macht auf die Situation in der Kultur- und Veranstaltungsbranche aufmerksam. Foto: imago images/Olaf Döring

Viele Schauspieler sehen von den staatlichen Corona-Hilfen keinen Cent. Durch die Pandemie verstärkt sich die Not innerhalb einer ohnehin hart umkämpften Branche. Wie dramatisch die Lage und wie groß der Frust ist, zeigt ein Stimmungsbild aus der Branche.

Volontäre: David Scheu (dsc)

Stuttgart - Eigentlich wäre es ein unbeschwerter Abend gewesen. Die Stuttgarter Komödie am Marquardt spielte ein Sketch-Potpourri von Loriot – seit jeher Selbstläufer, auch die berühmt-berüchtigte Quietschente wurde wieder zu Wasser gelassen. Am 1. November dieses Jahres mischte sich unter die Komik aber auch eine Menge Melancholie. Es war der letzte Auftritt, bevor infolge des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie sämtliche Theater in Deutschland schließen mussten. Gideon Rapp hat das alles noch gut vor Augen, er war an jenem Sonntag Teil des dreiköpfigen Ensembles: „Das Publikum hat mehr applaudiert als sonst, ich habe innerlich geschluchzt.“ Ausnahmslos allen im Saal sei bewusst gewesen, dass dies der letzte Theaterabend für längere Zeit gewesen war.

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