Vor drei Jahren ist der Kompromiss gefunden worden, mit dem die zwei schwäbischen Kultfiguren es auf das Verkehrszeichen schaffen. Wann wird die Ampel aufgebaut?

Lokales: Christine Bilger (ceb)

Äffle und Pferdle gehören zu Stuttgart wie Spätzle und Saitenwürstle zu Linsen. Das verstehen alle in der Stadt. Ein Wunsch war dem Fanclub der zwei Zeichentrickfiguren lange Zeit dennoch nicht gewährt worden in der Landeshauptstadt: Sie wünschten sich eine Ampel mit den kultigen Kerlchen, bekamen aber immer wieder eine Absage. Im Sommer 2019 machte ein Kompromissvorschlag den Weg frei. Sogar der Petitionsausschuss des Landtags war dafür eingeschaltet worden. Pferdle und Äffle kommen am Hauptbahnhof auf eine Ampel an einem Fußgängerüberweg. Doch nicht allein: Sie kommen auf eine Zusatzampel neben einer normalen.

In vier Wochen ist es endlich soweit: Am Samstag, 23. Juli, soll die Ampel in Betrieb genommen werden, im Rahmen des Aktionstags „City Street Art“ der City Initiative Stuttgart. Das hat der Vorstand des Pferdle-und-Äffle-Clubs am Dienstagabend mitgeteilt. Anders als in früheren Entwürfen, die kursierten, sind die tierischen Schwaben aber nicht als Paar abgebildet. Zeigt die Ampel Rot, ist ein stehendes Äffle zu sehen. Bei Grün sieht man ein gehendes Pferdle.

Gegen die Ampel hatten lange Zeit Sicherheitsbedenken bestanden. Die Grundlage ist die Richtlinie für Lichtsignalanlagen (Rilsa), die bundesweit gilt. Für die Mainzelmännchen-Ampel in Mainz hat die Stadt die Haftung übernommen. Mit dieser Regelung ermöglichte das Land Rheinland-Pfalz die Entscheidung der Stadt. Auch in Augsburg haftet die Stadt, sollte an der Kasperle-Ampel ein Unfall passieren. Sie steht bei der Augsburger Puppenkiste am Überweg.