Kultur im Voralbgebiet Satte Einlagen für das Boller Töpfle

Von Klaus Nonnenmacher 

Bad Boll - Der Boller Bürgertreff BoB feiert sein Jubiläum das ganze Jahr über – am Samstag mit dem Brunnenhock. Die Gruppen Silver Blue und Two Generations spielen auf. Der Kinder- und Jugendzirkus Maroni zeigt seine Feuershow. Direkt aus dem Dorfbrunnen wird – daher auch der Name Brunnenhock – das beliebte Dümpelbier gereicht. Und natürlich gibt es weitere flüssige und feste Köstlichkeiten. Am Samstagabend dürfte es auf dem kleinen Platz gegenüber dem Alten Schulhaus in Bad Boll jedenfalls wieder brummen.

300 Veranstaltungen mit kostenlosem Eintritt

Der Benefiz-Brunnenhock, den das Jugendhaus Bo, die Mountainbiker der Bone Frackers, der Zirkus Maroni und der Bürgertreff BoB gemeinsam auf die Beine stellen, ist in der Badgemeinde längst zu einem festen Bestandteil des Festkalenders geworden: wie so viele ­andere Konzerte, Musik- und Kabarettabende sowie Ausstellungen, die auf Initiative des vor zehn Jahren gegründeten Bürgertreffs entstanden sind. Weit über 300 Veranstaltungen mit mehr als 11 000 Besuchern wurden im Laufe der Zeit auf die Beine gestellt – rein ehrenamtlich und obendrein kostenlos für die Besucher.

Aus dem anfänglichen Bürgercafé ist ein meist freitäglicher Kulturtreff geworden, um den sich ein 15-köpfiges Team kümmert. Aber viel mehr noch unterstützt der BoB mit all dem, was aus den Spenden der Gäste zusammenkommt, und dem Überschuss aus dem Getränkeverkauf soziale Projekte.

Als Testgebiet von Künstlern empfohlen

Das Boller Töpfle etwa, das unverschuldet in Not geratene Menschen im Ort unterstützt, verdankt dem Bürgertreff satte Einlagen. Auch der Erlös aus dem Brunnenhock wird zu gemeinnützigen Zwecken weitergereicht, so wie heuer an die Arbeits- und Lebensgemeinschaft Bad Boll für den Bau einer Feuertreppe.

Michael Baron, der für den Bürgertreff vor allem die Bands und die Kleinkünstler verpflichtet, ist über all das, was in zehn Jahren im und mit dem BoB umgesetzt werden konnte, ebenso überrascht wie zufrieden. „Wir haben uns etabliert, so dass viele Gäste, aber auch Künstler immer wieder zu uns kommen, sagt er. Kleinere Locations würden selbst von den Größen der jeweiligen Szenen zum Testen neuer Programme ausgewählt. „Da läuft auch viel über die Empfehlung von Kollegen“, sagt Baron. Die Räumlichkeit im Keller des Alten Schulhauses, die von der Kommune kostenlos zur Verfügung gestellt werde, sei dafür jedenfalls perfekt geeignet.

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