Kultur in der Corona-Krise Staatsoper Stuttgart wird Online-Opernhaus

Von red/epd 

Wie die Staatsoper Stuttgart mitteilt, wurde auf der Bühne ein Filmstudio eingerichtet. Damit können Vorführungen gefilmt und dann im Web veröffentlicht werden.

Die Staatsoper in Stuttgart dürfen Besucher derzeit nicht betreten. Doch die Vorführungen finden ihren Weg ins Netz. (Archivbild) Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt/Christoph Schmidt
Die Staatsoper in Stuttgart dürfen Besucher derzeit nicht betreten. Doch die Vorführungen finden ihren Weg ins Netz. (Archivbild) Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt/Christoph Schmidt

Stuttgart - Die Staatsoper Stuttgart wird in Corona-Zeiten zum „Online-Opernhaus“. Auf der Bühne des Opernhauses sei ein Filmstudio eingerichtet worden, teilte Opernintendant Viktor Schoner am Dienstag in Stuttgart mit. Übertragen werde von dort das digitale „On-Demand-Programm“. Bis Freitag ist noch Arrigo Boitos „Mefistofele“ als Aufzeichnung einer Aufführung aus der letzten Saison auf der Website zu sehen. Ab Freitag (24. April, 17 Uhr) sendet das Haus mit Achim Freyers Produktion von Philip Glass’ „Satyagraha“ einen Klassiker der Minimal Music der 1980er Jahre.

Das Internet sei derzeit zentrale Bühne für die Staatsoper Stuttgart. „Wir lassen uns von dieser misslichen Situation nicht unterkriegen - und spielen weiter, natürlich unter Berücksichtigung aller hygienischen Vorgaben und in ständigem Austausch mit dem Amtsarzt“, kündigte Schoner an. Er sei „sehr glücklich, dass so viele Künstlerinnen und Künstler des Ensembles aus freien Stücken ein so vielfältiges Programm entwickeln, dass durch die Arbeit der Ton- und Videoabteilung analoge Kunst auch digital erfahrbar wird“.

Oper trotz Corona

Zwölf Stunden jede Woche werden derzeit Videos aus der Staatsoper, dem Staatsorchester und dem Staatsopernchor für das Programm „Oper trotz Corona“ produziert. Geplant seien zudem dramaturgische oder kleinere szenische Formate.

So dirigierte Generalmusikdirektor Cornelius Meister ein Konzert, bei dem die Musikerinnen und Musiker verteilt saßen in jeweils einer Laube des ersten Rangs und durch Wände voneinander getrennt. Meister sagte dazu: „Aus äußerer Beschränkung ist immer wieder große Kunst erwachsen. Mit unserem Laubenkonzert wollen wir ein Zeichen setzen: Auch wenn wir räumlich fern sind, so sind wir doch präsent und mit Feuereifer dabei.“ Das Konzert wird im Lauf der kommenden Wochen veröffentlicht.




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