Kultur in Nürtingen Urbane Emotionen wecken
Die Stadt Nürtingen bringt in ihrer neuen Ausstellung „City Vibes – Kunst, Mode, Architektur“ unterschiedliche künstlerische Positionen unter dem Dach der Kreuzkirche zusammen.
Die Stadt Nürtingen bringt in ihrer neuen Ausstellung „City Vibes – Kunst, Mode, Architektur“ unterschiedliche künstlerische Positionen unter dem Dach der Kreuzkirche zusammen.
Zwischen Mitte Januar und Mitte Februar werden in der Nürtinger Kreuzkirche unter dem Titel „City Vibes – Kunst, Mode, Architektur“ rund 200 Exponate aus verschiedenen Kunstrichtungen zu sehen sein. Kuratiert von der Tübinger Galerie Art 28 vereinen die Werke von Heather Lee Fazzino, Ulrike Langen und dem im Jahr 2020 verstorbenen bulgarische Künstler Christo Pop Art, klassische japanische Malerei, Design und das Spiel mit urbaner Architektur. Ein umfangreiches Rahmenprogramm soll das Kunsterlebnis über das rein visuelle Erlebnis hinaustragen.
„Wir bringen drei künstlerische Bereiche zusammen, die urbane Emotionen wecken. Damit wollen wir auch nicht so bekannte und wenig ausgetretene Wege gehen“, sagte Nürtingens Oberbürgermeister Johannes Fridrich bei der Vorstellung des Konzepts für die 17. Kunstausstellung, die vom 17. Januar bis zum 15. Februar in der Nürtinger Kreuzkirche zu sehen sein wird.
Wie die Ausstellungskuratoren Susanne Wegner und Enrico Battaglia von der Tübinger Galerie Art 28 berichten, sei es gelungen, mit den etwa 200 Werken in der Ausstellung, darunter auch einige Unikate, „einen Spannungsbogen zwischen figurativer Malerei, ausdrucksstarken femininen Porträts und urbaner Objektkunst“ zu schlagen.
Mehrdimensionale und subtile Werke der Pop Art der New Yorker Künstlerin Heather Lee Fazzino – eines davon, eine Spraydose, wurde auch für das Ausstellungsplakat reproduziert – treffen auf großformatige Arbeiten von Ulrike Langen aus Aalen, die verspielt-blumige und kontrastreiche Frauenporträts zeigt.
„Das einmalige Ambiente der Kreuzkirche als Ausstellungsort“ und speziell das Dachgeschoss habe sich als Präsentationsfläche für einen künstlerischen Kontrapunkt, nämlich Werke des bulgarischen Künstlers Christo, förmlich angeboten, sagte Wegner. Christo hatte mit spektakulären Verhüllungsaktionen, unter anderem am Triumphbogen in Paris und am Reichstagsgebäudes in Berlin, das Stilmittel der temporären Veränderung entwickelt, um Architektur nicht nur als Kulisse, sondern als Teil urbaner Kunst sehen zu lernen. In der Nürtinger Ausstellung werden auch Fotos von Verhüllungen zu sehen sein, ein Schwerpunkt soll jedoch auf Collagen und Zeichnungen, darunter einige Originale, liegen.
Da die Ausstellung „über die Mauern der Kreuzkirche hinausreichen“ und „alle Sinne ansprechen“ soll, wie Fridrich sagte, hat das Team um Michael Maisch und Gabriele Frisch vom Stadtmarketing ein Rahmenprogramm mit einer Jazz-Matinee, einem Kabarett-Abend, Wein- und Whisky-Verkostungen zusammengestellt. In Kooperation mit dem Hölderlinhaus wird eine Führung durch die dortige Hölderlin-Ausstellung mit einer Führung in der Kreuzkirche kombiniert.
Wie in der Vergangenheit sind wieder die Briefmarkenfreunde Nürtingen mit an Bord. Sie bieten eine Briefmarke mit dem Motiv des Ausstellungsplakats, Sonderstempel und Sonderumschläge an. In der Ausstellung wird ein verhülltes Objekt stehen. Bei einem Gewinnspiel darf gerätselt werden, was dort verborgen wird. „Das Geheimnis wird am Schlusstag der Ausstellung gelüftet“, kündigte Frisch an.