Kultur in Stuttgart Konzerthaus: Ende 2020 soll Konzept stehen

Der Vorstand des Konzerthausvereins: Der Vorsitzende Gernot Rehrl (Mitte) und seine Stellvertreter Felix Fischer (links) und Ralf Püpcke. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Der Vorstand des Konzerthausvereins: Der Vorsitzende Gernot Rehrl (Mitte) und seine Stellvertreter Felix Fischer (links) und Ralf Püpcke. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Im März haben sich Musiker und Kulturschaffende aus Stuttgart erstmals zu Wort gemeldet und für den Bau eines neuen Konzerthauses in Stuttgart plädiert. Nun haben die Initiatoren einen Verein gegründet, um das Projekt weiter voranzutreiben.

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Stuttgart - Die Initiative für den Bau eines Konzerthauses in Stuttgart will bis Ende kommenden Jahres gemeinsam mit der Stadt eine Konzeption für ein modernes offenes Musikzentrum entwickeln. Die Initiatoren, Musiker und Kulturschaffende aus 18 verschiedenen Institutionen, firmieren künftig unter dem Namen „Konzerthaus Stuttgart e.V.“ als Verein unter dem Vorsitz des ehemaligen Intendanten der Internationalen Bachakademie, Gernot Rehrl. Zu seinem Stellvertretern wurden der Orchestermanager des SWR-Symphonieorchesters, Felix Fischer, sowie der Kulturmanager Ralf Püpcke gewählt. Letzter fungiert gleichzeitig als Geschäftsführer.

Einen Mehrzweckbau für Oper und Philharmonie lehnt der Verein ab

Püpcke sagte gegenüber unserer Zeitung, der Verein setzte sich nach wie vor für ein reines Konzerthaus ein. Die vom Verein Aufbruch Stuttgart propagierte Idee eines Hybridbaus, der etwa auch als Interimsquartier für die Oper während der Sanierung des Großen Hauses dienen könnte, sei für beide Musiksparten nicht zweckmäßig: „Musikalische Höchstklasse ist nach unserer Überzeugung nur an getrennten Spielorten und in getrennten Räumen möglich.“

Dem Verein schwebt ein Konzerthaus mit hoher architektonischer und akustischer Qualität und ein bis zwei Sälen sowie einer Kapazität von insgesamt 2200 Publikumsplätzen vor, das von morgens bis abends bespielt werden kann. Auf einen Standort will sich die Initiative nach wie vor nicht festlegen. Püpcke: „Es gibt viele interessante Standorte für ein solches Projekt in der Stadt, deren Prüfung sich lohnt.“ Ausdrücklich dazu zählt der Vereinsgeschäftsführer auch ein Areal an der Holzgartenstraße gegenüber der Liederhalle, das von den Grünen im Rathaus für ein neue Philharmonie ins Gespräch gebracht worden war.

Im Gemeinderat stößt das Engagement des Vereins auf großes Wohlwollen: Bei den laufenden Haushaltsberatungen wird auch über eine finanzielle Förderung des Engagements diskutiert.




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