Kulturgemeinschaft Stuttgart Das plant die Besucherorganisation 2021/22
Neben einer Vielzahl unterschiedlicher Aboreihen veranstaltet die Kulturgemeinschaft Stuttgart 2021/22 zwanzig eigene Klassikkonzerte.
Neben einer Vielzahl unterschiedlicher Aboreihen veranstaltet die Kulturgemeinschaft Stuttgart 2021/22 zwanzig eigene Klassikkonzerte.
Stuttgart - Dank der Fördermittel von Land und Bund und auch dank der Kurzarbeit ist die Kulturgemeinschaft Stuttgart ganz gut durch die Coronakrise gekommen. „Aber wir brauchen“, sagt Ulrike Hermann, Vorstandsmitglied und Leiterin der Geschäftsstelle, „weitere Hilfen, damit es weitergeht.“ Das sagt Ulrike Hermann auch mit Blick auf das Publikum – es werde, so ihre Prognose, „sicherlich ein Jahr brauchen, bis sich alles wieder normalisiert und die Menschen wieder ohne Angst zu unseren Veranstaltungen kommen“.
Präzise Planungen sind zurzeit noch schwierig – nicht zuletzt ist unklar, wie die Säle im Herbst besetzt werden dürfen. Da geht es der Kulturgemeinschaft nicht anders als den Institutionen, denen sie feste Kartenkontingente abnimmt, um diese in verschiedenen Reihen an ihre Mitglieder weiterzugeben: Wahlabos für eine oder mehrere Kunstsparten sind zwar bereits buchbar, aber noch „ohne Gewähr“. Gleiches gilt für die zwanzig Konzerte, die der gemeinnützige Verein in der Saison 2021/22 selbst veranstaltet.
Seit 2014 sind keine Konzerte von Gastorchestern mehr dabei, weil sie nicht gut genug ausgelastet waren. Dafür stehen (neben der Kooperation mit der Konzertdirektion Russ bei der gemeinsamen Reihe „Faszination Klassik“) drei Stuttgarter Klangkörper im Fokus: das Stuttgarter Kammerorchester (für das die Kulturgemeinschaft neu ein Abo mit zehn Konzerten auflegt), die Stuttgarter Philharmoniker und das SWR-Symphonieorchester. Letzteres ist zwar nur mit einem Konzert bei der Kulturgemeinschaft vertreten, bringt dafür aber ungewöhnliche Tanzrhythmen mitsamt Saxofon in den Beethovensaal. Das Orchester der Landeshauptstadt ergänzt diesen kleinen Swing-Schwerpunkt zweimal mit Jazzigem – einmal beim Neujahrskonzert unter Marcus Bosch mit dem Trompeter Romain Leleu und einmal unter Dan Ettinger, der den temperamentvollen japanischen Pianisten Makoto Ozone mitbringt.
Geplant sind außerdem ein bundesweites Tourneeprojekt zum Thema „Jüdisches Leben in Deutschland“, das die als Volksbühne organisierte Kulturgemeinschaft zusammen mit zehn weiteren Volksbühnen veranstalten will, sowie Kunst-Spaziergänge mit freischaffenden Künstlern aus Schauspiel, Musik, Tanz und bildender Kunst.
Mehr Informationen gibt es unter: www.kulturgemeinschaft.de