Kulturkabinett Bad Cannstatt Kunst, Musik und bunte Inszenierungen

Von Iris Frey 

Im Kulturkabinett ist das neue Jahr mit einer Ausstellung eröffnet worden. Unter dem Titel „Kunst in Zeiten von Krieg und Frieden“ sind Bilder und Texte von „Literally Peace“ zu sehen. Das Programm hat aber noch mehr zu bieten.

Die Band Hawelka:  Jan Georg Plavec, Petr Novak und Christian Seyffert (von links) treten am 16. Februar im KKT auf. Foto:  
Die Band Hawelka: Jan Georg Plavec, Petr Novak und Christian Seyffert (von links) treten am 16. Februar im KKT auf. Foto:  

Bad Cannstatt - Das Kulturkabinett beginnt das neue Jahr mit Kunst, Musik und Theater. Unter dem Titel „Kunst in Zeiten von Krieg und Frieden“ sind Bilder und Texte von „Literally Peace“ im KKT zu sehen. Eröffnet wurde die Ausstellung am 13. Januar. Worte können unsere Fantasie beflügeln. Wir hören einen Text, ein Gedicht und schon erscheinen vor unserem inneren Auge Farben und Formen. „Diese Farben und Formen haben junge Künstler inspiriert“, berichtet Lisa Tuyala vom Kulturkabinett. Bei der Ausstellung „Kunst in Zeiten von Krieg und Frieden“ wird nun das Ergebnis präsentiert: Bilder, die die Botschaft der Texte der jungen Autoren von „Literally Peace“ auffangen und sie auf eine besondere Art wiedergeben. Es sind Bilder über Krieg und Frieden, Toleranz und Vielfalt. „Literally Peace“ sind Autoren, Musiker und Künstler aus Deutschland und Syrien, die sich über ihre Ausdrucksform mit dem Thema Frieden auseinandersetzen.

Mit Theater geht es weiter

Begonnen hat alles mit einem Blog, der sich mit dem Begriff Frieden auseinandersetzt als Zufluchtsort für Autoren aus verschiedenen Kulturen, die sich erinnern, sich vernetzen und gemeinsam ein vielfältiges Wörterbuch erfinden möchten. „Und zwar ein Wörterbuch, das jede Definition von Frieden enthalten möchte, egal in welchem Kulturraum“, so Tuyala. Die Bilder sind bis 18. Mai zu sehen. Eintritt frei.

Mit Theater geht es am Freitag, 25. Januar weiter. Da lädt um 20 Uhr das KKT-Ensemble zu seiner Premiere des Stücks „Sushi Girls“ ins Kulturkabinett, ein. Gemeinsam mit dem Regisseur Rob Doornbos hat das KKT-Ensemble eine bunte Inszenierung der Komödie von Stefanie Traschinski entwickelt: Drei Freundinnen, die gemeinsam studiert haben, treffen sich in „ihrer“ Sushi-Bar, um in den dreißigsten Geburtstag der noch recht erfolglosen Rechtsanwältin Anne hinein zu feiern. In der Raucherkabine steht Stefan, der von seinem Blind Date versetzt wurde. Auch Michael, der Noch-Beziehungspartner von Anne, gesellt sich zu der Gruppe. Nach einem Einblick in Beziehungsgeflechte nimmt der Abend eine unerwartete Wendung. Auch das Bühnenbild hält Überraschungen bereit, unterstützt durch Katharina Müller, die „Steppenwolf“ am Schauspiel Stuttgart ausgestattet hat.

Band Hawelka zu Gast

Während am 2. Februar um 20 Uhr das Jazzkabinett mit dem Florian Vogel Trio auftritt, ist am 16. Februar tritt erstmals die Stuttgarter Band Hawelka um 20 Uhr mit Blues, Psychedelic, Pop im Kulturkabinett auf. Hawelka machen eigenen Angaben zufolge Musik für Parkbankromantiker, für den Exzess, für die Whiskey Bar. Der Mut wird belohnt: Ein Konzert des Trios bestehend aus Jan Georg Plavec, Petr Novak und Christian Seyffert, das wie die Doors auf einen Bassisten verzichtet, ist, wie die Band von sich sagt „ein manisch-depressiver Ritt durch die Nacht, die Liebe und somit das Leben selbst“. Textlich mischt sich Element of Crime mit einer deutschen Sprache, die man nur hinbekommt, wenn man wie der Sänger und Songschreiber Petr Novak aus Tschechien stammt.




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