Kundgebung „Gemeinsam Vielfalt leben“ OB Kuhn: Stuttgart muss Zeichen gegen Rassismus setzen

Von red/dpa 

Stuttgart macht auf einer großen Kundgebung mobil gegen Rassismus: Die Internationalität der Bewohner ist nach Ansicht von Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) Stuttgarts Stärke.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hielt eine Rede auf der Kundgebung „Gemeinsam Vielfalt leben“. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski 14 Bilder
Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hielt eine Rede auf der Kundgebung „Gemeinsam Vielfalt leben“. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Die Internationalität der Bewohner ist nach Ansicht von Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) Stuttgarts Stärke. Das betonte er am Freitag bei seiner Rede auf der Kundgebung „Gemeinsam Vielfalt leben“ auf dem Karlsplatz und forderte: „Es ist notwendig, dass Stuttgart ein klares Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung setzt.“ In Stuttgart lebten Menschen aus 170 Ländern, 42 Prozent hätten einen Migrationshintergrund. „Stuttgart ist die Stadt gegen Rassismus und für Vielfalt.“

Rund 1200 Menschen auf Demo

Auf dem Karlsplatz kamen bis zum frühen Nachmittag nach Polizeiangaben rund 1200 Menschen zusammen, um für Vielfalt zu demonstrieren und - nach den Ausschreitungen in Chemnitz - auch gegen Rechts Stellung zu beziehen. Zur Teilnahme hatten mehr als 30 Initiativen und Organisationen aufgerufen, darunter auch Parteien, Kulturschaffende und Künstler.

„Gegen Gender-Ideologie und Sexualisierung von Kindern“

Zeitgleich wurde auf dem Stuttgarter Marktplatz demonstriert - hier machte die konservative Organisation „Demo für alle“ mit einem „Bus der Meinungsfreiheit“ halt, um „gegen Gender-Ideologie und Sexualisierung von Kindern“ im Unterricht zu protestieren. Die wenigen Dutzend Teilnehmer wurden von einem großen Polizeiaufgebot und Absperrgittern geschützt, weil linke Gruppierungen lautstark gegen die Kundgebung demonstrierten.

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