Kundgebung in der Stadt nach Halle Kein Platz für Antisemitismus

Von Armin Friedl 

Lernort Geschichte und die Türkische Gemeinde riefen am Sonntag zu einer Kundgebung vor der Hospitalkirche auf. Thema und Anlass war das Attentat von Halle.

Gökay Sofuoglu mahnt zur Solidarität mit jüdischen Mitbürgern. Foto: /Michael Latz
Gökay Sofuoglu mahnt zur Solidarität mit jüdischen Mitbürgern. Foto: /Michael Latz

Stuttgart - Dieses Wochenende in der Stadt war laut, bunt und grell mit all seinen Festivitäten und politischen Kundgebungen. Eine politische Kundgebung am Sonntagnachmittag war da anders: Kurzfristig organisiert am Freitag, und dennoch kamen mehr als 500 Leute vor den Eingangsbereich der Hospitalkirche. Sonderlich laut waren die Redner nicht unbedingt, ihre Worte dafür umso gewichtiger. Thema und Anlass: das Attentat von Halle. Eingeladen hatten dazu die Initiative Lernort Geschichte sowie die türkische Gemeinde. Und Gökay Sofuoglu, deren Bundes- und Landesvorsitzender, machte klar: „Wir stehen immer an der Seite unserer jüdischen Mitbürger. Der Hass gegen sie in Deutschland ist unerträglich.“

Vor der Gedenkminute erinnert er aber vor allem an die ganz konkreten Opfer des Attentats, „an ganz normale Bürger“. Und er forderte: „Alle müssen zusammenstehen: Politik Gesellschaft und Religionen, und das an 365 Tagen im Jahr.“ Das unterstützte Stuttgarts OB Fritz Kuhn: „Rassismus, Antisemitismus und Menschenverachtung haben keinen Platz in Stuttgart. Wir müssen zeigen, dass dies nicht mehrheitsfähig ist.“ Dafür gab es am Sonntag viel lauten und nachhaltigen Applaus von den vielen vor der Hospitalkirche.

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