Kundgebung in Sindelfingen Der Maßstab für Demonstrationen

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Der Gewerkschaftsbund hat zwar seine 1. Mai-Kundgebung abgesagt, in Sindelfingen wurde trotzdem demonstriert. Ihre Veranstaltung diene der Gesundheit, sagten die Organisatoren. In Böblingen ist die Zahl der Arbeitslosen um 18 Prozent im April gestiegen.

Immer schön Abstand halten: die neue Regel für Demonstrationen Foto: factum/Simon Granville
Immer schön Abstand halten: die neue Regel für Demonstrationen Foto: factum/Simon Granville

Sindelfingen - Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat seine traditionelle 1. Mai-Kundgebung zwar abgesagt, trotzdem ist sie in Sindelfingen nicht ausgefallen. Ein Aktionsbündnis aus Mitgliedern verschiedener Gewerkschaften, linker Parteien, Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen rief trotzdem zur Demonstration auf. Der 1. Mai sei ein Kampftag und auch in schwierigsten Zeiten nie ausgefallen, sagte Johanna Jeck vom Frauenverband Courage. Trotz Corona auf die Straße zu gehen, schade nicht der Gesundheit. Es diene vielmehr der Gesundheit, sich für Arbeiter- und Menschenrechte einzusetzen. Rund 50 Teilnehmer hatten sich zu der Kundgebung angemeldet, weitere waren noch dazu gekommen. Die Abstandsregeln wurden streng eingehalten. „Daimler-Leiharbeiter fordern ihren Job zurück“, stand auf einem Plakat.

Die Arbeitslosenquote steigt

Im Kreis Böblingen ist die Arbeitslosigkeit im April um mehr als 18 Prozent gestiegen. Mehr als 7700 Personen hatten keinen Job. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Im März und im April haben 3390 Betriebe für genau 83 335 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet. Das bedeutet, dass 44,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Böblingen temporär von Kurzarbeit betroffen sein können




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