Die Sitz- und Flitzhasen der Künstlerin rosalie sind in der Werkstatt. Deshalb steht derzeit im Scharnhauser Park nur eine einzelne übergroße Möhre. Bald kehren die Figuren zurück.
Eine einsame Möhre zieht derzeit die Blicke im Scharnhauser Park auf sich. Die Sitz- und Flitzhasen in Gelb und Pink, die sich ansonsten um das übergroße Gemüse scharen, sind ausgeflogen. Die Figurengruppe der Stuttgarter Künstlerin rosalie wird in einer Werkstatt in Berlin derzeit restauriert.
„Wir gehen davon aus, dass die Figurengruppe noch im Oktober an ihren Platz auf den Traumfeldern zurückkehren kann“, sagt Tanja Eisbrenner, die Pressesprecherin der Stadt Ostfildern.
Spendenaktion macht die Restaurierung möglich
Der genaue Termin steht nach ihren Worten allerdings noch nicht fest. An dem beliebten Kunstwerk, das rosalie 2002 anlässlich der Landesgartenschau geschaffen hat, nagte der Zahn der Zeit. Da Kinder immer wieder auf dem farbenfrohen Kunstwerk spielten, waren die Hasen an vielen Stellen beschädigt. Die Restaurierung hat die Stadt Ostfildern mit einer Spendenaktion möglich gemacht. Bürgerinnen und Bürger gaben mehr als 40 000 Euro und die Stadt noch einmal denselben Betrag dazu. So wird das Kunstwerk im öffentlichen Raum, das ein Wahrzeichen der Stadt Ostfildern geworden ist, erhalten.
Die Sitz- und Flitzhasen erinnern an die Feldhasen, die seit Jahrhunderten auf dem Gelände leben. Auch heute sieht man die Langohren noch. Um ihr Überleben in der Natur zu sichern, müssen sie schnell sein. Diese Dynamik hat die Künstlerin in der Skulpturengruppe erfasst, die ein positives Lebensgefühl ausstrahlt.
Die Margarete-Müller-Bull-Stiftung hat daneben ebenso wie die Hofkammer und die Bürgerstiftung einen namhaften Betrag gegeben. Die Spendenbereitschaft von vielen Seiten hat Ostfilderns Oberbürgermeister Christof Bolay gezeigt, „wie beliebt die Figurengruppe ist“. Sie sei als Wahrzeichen im Scharnhauser Park für viele ein Anziehungspunkt, den man nicht mehr missen möchte. „Deshalb haben wir uns auch als Stadt entschlossen, diese Aktion zu unterstützen und die Restaurierung umzusetzen.“ Das Kunstwerk auch in Zeiten knapper Kassen zu erhalten, hat die Stadt Ostfildern deswegen möglich gemacht.