Die Galerie Keim zeigt neue Werke von zwei Künstlerinnen, die selbst Thomas Niecke nach 46 Jahren als Kunsthändler begeistern. Welche Kunst ist zu sehen?
In der Galerie Keim ist auch im 76. Jahr ihres Bestehens besondere Kunst zu sehen, die Betrachter überrascht: Werke von Elisabeth Bereznicki und Ingeborg van Loock. Die Künstlerin Bereznicki verwirkliche alle drei Themen der Ausstellung: Form, Fläche und Farbe, sagt Thomas Niecke, der Inhaber der Galerie. „Die neueste Entwicklung bei ihren Arbeiten ist die freigestellte Form, die eine bewegte Fläche erobert.“
Dazu sei das Material, Alu-Bond, geradezu ideal, findet der Kurator. Es ist leicht, etwa zwei Millimeter stark, hebt sich von der Wand etwa zwei Zentimeter ab und wird mit dem Laser nach einem Entwurf minutiös ausgeschnitten. Heraus kommen dabei dreidimensionale Objekte für die Wandfläche. Doch erst danach beginnt der eigentliche kreative Prozess: die Gestaltung des Materials mit Ölfarbe. Dabei werden Gegenstände des Alltags ineinander gewürfelt und meist gut erkennbar. Die Künstlerin schafft in ihren Werken ein Kaleidoskop von Dingen des täglichen Gebrauchs wie Vasen, Becher und Flaschen.
Auch sind Werke von Ingeborg van Loock zu sehen, die ebenfalls Form, Fläche und Farbe thematisch erfüllt. Ihre Bild-Formen sind meist rechteckig oder quadratisch und immer mit Titel versehen. Die Farbflächen sind organisch und schwingen über die Leinwand, so Niecke. Durch die Technik der Farb-Schüttungen liegen mehrere Schichten übereinander. Die Farbwahl liegt im kräftigen Rot bis hin zu zarten Farbtönen und Neon der Künstlerin, die die Galerie seit 30 Jahren vertritt.
Bilder auch beim Art-Alarm zu sehen
Die Ausstellung wird am Sonntag, 12. April in Anwesenheit der Künstlerinnen von Thomas Niecke eröffnet und ist von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Auch beim Stuttgarter Galerien Rundgang Art-Alarm ist sie zu sehen am 18. und 19. April von 11 bis 18 Uhr sowie am 9. und 10. Mai bei „Musik & Wein“ in Bad Cannstatt von 13 bis 18 Uhr beim verkaufsoffenen Sonntag.