Kunstförderung Baden-Württemberg Drei Millionen für Kultur in Coronazeiten

Der Kunstverein Wagenhallen e. V. erhält Landesmittel für ein dreitägiges Festival. Foto: dpa/Marijan Murat
Der Kunstverein Wagenhallen e. V. erhält Landesmittel für ein dreitägiges Festival. Foto: dpa/Marijan Murat

Das Land Baden-Württemberg gibt in seinem Programm „Kunst trotz Abstand“ weitere drei Millionen an Kulturinstitutionen. Gefördert werden neue Formate und Open-Air-Projekte.

Kultur: Susanne Benda (ben)
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Stuttgart - Den Neustart der Kultur nach dem zweiten Corona-Lockdown unterstützt das Land Baden-Württemberg mit rund drei Millionen Euro aus dem Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst will so einen Beitrag zu Künstler-Honoraren, zu den Kosten für Hygienemaßnahmen und zu und Ausgaben für Bühne und Technik bei Open-Air-Veranstaltungen leisten.

„Kulturelle Freiräume schaffen mit dem Nationaltheater in Mannheim, spielerisch in die größtmögliche Gemeinsamkeit und Nähe zurückkehren im Neuen Globe in Schwäbisch Hall, Plätze musikalisch zum Klingen bringen mit der Stadtkapelle Bad Wurzach oder HafenSounds und HafenBar in der neuen Open-Air-Spielstätte aus alten Seecontainern mit dem Kulturverein franz.K in Reutlingen – wie sehr haben wir solche kulturellen Erlebnisse vermisst. Ich freue mich daher, dass wir mit unserem erfolgreichen Programm ‚Kunst trotz Abstand‘ nun bereits zum zweiten Mal eine Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen im ganzen Land erlebbar machen können. Wir unterstützen die Kultureinrichtungen und Vereine dabei, jetzt wieder aktiv zu werden und die Sommermonate für Veranstaltungen zu nutzen“, sagte Kunstministerin Theresia Bauer am Montag (31. Mai) in Stuttgart.

Über 100 Projekte werden gefördert

Insgesamt werden über 100 Vorhaben von Theatern, Ensembles, Klubs, soziokulturellen Zentren und musikalischen Einrichtungen gefördert; das Geld geht an öffentlich geförderte ebenso wie an freie Institutionen, an Profis und an Amateure. Die Förderung soll eine Entschädigung für den höheren Aufwand bei Veranstaltungen in Pandemiezeiten sein und die finanziellen Risiken absichern helfen.

Von über 400 Kultureinrichtungen und Vereinen, die sich auf die aktuelle Ausschreibung von „Kunst trotz Abstand“ beworben hatten, wurden über 100 von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Unter ihnen sind etwa das Nationaltheater Mannheim, die Freilichtspiele Schwäbisch Hall, das Heidelberger Festival Enjoy Jazz, der Kulturverein franz.K in Reutlingen und die Kunsthalle Göppingen. In Stuttgart werden die Internationale Hugo-Wolf-Akademie, der Jazzklub Bix, das Club Kollektiv, der Württembergische Kunstverein, die Wagenhallen und das Theater Lokstoff gefördert.




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