Kunstförderung in Leinfelden-Echterdingen Zweite Runde für den Kunsthub

Marcus Meyer von der Firma MHZ Hachtel und Wolfgang Hauger, Vorsitzender des Kulturkreises Leinfelden-Echterdingen, mit dem Plakat zum Start des Kunsthubs Archivfoto: Jacqueline Fritsch Foto:  

Vor zwei Jahren wurde der Kunsthub in Leinfelden-Echterdingen zum ersten Mal ausgelobt. In diesem Sommer gibt es eine Neuauflage für den Kunstpreis. Vier junge Talente sind schon nominiert.

Als der Kunsthub im Frühjahr 2021 zum ersten Mal ausgelobt wurde, waren alle Kulturveranstaltungen verboten und Museen und Ausstellungen geschlossen. Wegen der Corona-Auflagen konnte die Preisverleihung nur via Livestream übertragen werden. Die Gemeinschaftsausstellung der Nominierten im Alten Rathaus Musberg hatte wegen eines Lockdowns nur wenige Tage geöffnet. Stattdessen wurde ein virtueller Rundgang durch die Schau angeboten.

 

In diesem Sommer sollen die Veranstaltungen zum Kunstpreis, der junge Talente aus der Bildenden Kunst fördern möchte, in aller Öffentlichkeit über die Bühne gehen. Für den 1. Juli ist eine Preisverleihung in der modernisierten Musberger Sport- und Festhalle geplant, wie Stefanie Reuter vom städtischen Kulturamt in einem Gemeinderatsausschuss mitteilte. Notfalls „mit weit geöffneten Fenstern“, sagte sie. Der Kunsthub ist eine Kooperation zwischen der Firma MHZ Hachtel , dem Kulturkreis Leinfelden-Echterdingen und dem Kulturamt der Stadt Leinfelden-Echterdingen.

Die Veranstaltung wird von der Stuttgarter Kunstvermittlerin Sara Dahme moderiert. „Sie hat spannende Ideen“, sagt Stefanie Reuter über Sara Dahme. Ihr Ansatz der Kunstvermittlung sei niederschwellig. En passant – also quasi nebenbei – wolle Sara Dahme die Menschen an die Kunst heranführen.

Vier Künstlerinnen und Künstler sind schon nominiert.

Expertinnen und Experten aus dem Kunstbetrieb haben bereits vier Künstlerinnen und Künstler für den diesjährigen Kunstpreis nominiert. Darunter ist Hannah J. Kohler, die sich in ihren Werken mit verschiedenen Formen der Weiblichkeit und den Klischees dazu auseinandersetzt, genauso wie Michael Schramm, der abstrakte Zeichnungen schafft. Maria Seitz entwirft Zeichnungen und Installationen, die sich durch serielle, repetitive Verfahren auszeichnen. Ivan Zozulya, der in der ukrainischen Partnerstadt Poltawa geboren ist und seit seiner Jugend in Stuttgart lebt, kombiniert Siebdruck und Malerei, Abstraktion und Gegenständliches. Diese Vier werden ihre Werke – ebenfalls von 1. Juli an – in einer Gemeinschaftsausstellung im Alten Rathaus Musberg präsentieren.

Wie bereits 2021 mussten die Künstlerinnen und Künstler ihr Kunststudium vor spätestens fünf Jahren abgeschlossen haben. „Die ersten Jahre nach dem Studium sind entscheidend für eine Künstlerkarriere“, erklärte Reuter dazu. Neu ist in diesem Jahr: Die Nominierten durften nicht älter als 39 Jahren sein. Ina Dinter, die Leiterin des Reutlinger Kunstmuseums, Marli Hoppe-Ritter, die Vorsitzende der gleichnamigen Stiftung, Holle Nann, die Leiterin der Städtischen Galerie Ostfildern und Ewald Schrade, der Kurator der Art Karlsruhe, bilden die Fachjury. Sie werden nun zu entscheiden haben, wer das Rennen macht. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält 10 000 Euro und die Möglichkeit, Werke in einer Einzelausstellung zu präsentieren.

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