Kunsthalle Mannheim Bei 18 Werken besteht Verdacht auf NS-Raubkunst

Der Eingangsbereich der Kunsthalle, das sogenannte Löwenportal, in Mannheim. Im Fundus des Museum soll sich NS-Raubkunst befinden. (Archivfoto) Foto: dpa
Der Eingangsbereich der Kunsthalle, das sogenannte Löwenportal, in Mannheim. Im Fundus des Museum soll sich NS-Raubkunst befinden. (Archivfoto) Foto: dpa

Im Fundus der Kunsthalle Mannheim könnten sich von den Nazis geraubte Werke befinden, das teilte das Museum am Dienstag mit. Darunter seien Kunstwerke von Künstler wie László Moholy-Nagy, Max Slevogt und Edgar Degas.

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Mannheim - Auf der Suche nach NS-Raubkunst hat die Kunsthalle Mannheim mehrere Verdachtsfälle aufgespürt. Bei 18 Skulpturen und Malereien gebe es „Hinweise, dass es sich bei ihnen um NS-Raubkunst handeln könnte“, teilte die Kunsthalle am Dienstag mit.

Darunter seien Werke namhafter Künstler wie László Moholy-Nagy, Max Slevogt und Edgar Degas. Die Gemälde und Skulpturen würden nun dem Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste gemeldet und auf der Homepage der Online-Datenbank Lostart veröffentlicht. Damit sollen während des Nationalsozialismus unrechtmäßig entzogene Kunstwerke ihren früheren Besitzern oder deren Erben zurückgegeben werden.

Bereits seit Ende 2011 erforscht die Kunsthalle die Herkunft aller Gemälde, Skulpturen und Grafiken aus dem eigenen Bestand. Mit der Überprüfung von Malereien und Skulpturen sei nun nach drei Jahren der erste Abschnitt abgeschlossen. Die überwiegende Mehrheit der bisher untersuchten Objekte weise aber eine unbedenkliche Herkunft auf.

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