Kunstrad beim RSV Öschelbronn Simon Köcher gibt sein Karriereende in Sachen Leistungssport bekannt

Sein Körper sendete schon lange eindeutige Signale: Nun hat Simon Köcher genauer hingehört und sich für ein Karriereende entschieden. Foto: Wilfried Schwarz

Nach 18 Jahren ist Schluss. Kunstradfahrer Simon Köcher erlebte in seiner Karriere schöne Momente, einige Erfolge, aber auch heftige Rückschläge. Jetzt gab er seinen Rücktritt bekannt.

„Das letzte Kapitel: 18 Jahre Leistungssport gehen für mich zu Ende.“ Mit dieser Schlagzeile gab Kunstradsportler Simon Köcher vom RSV Öschelbronn seinen Rücktritt in den sozialen Medien bekannt. „Eine Entscheidung, die ich mir wirklich nicht leicht gemacht habe, die sich aber tatsächlich schon länger für mich herauskristallisiert hat“, erklärt der 24-Jährige.

 

„Die vergangenen Jahre meiner Karriere waren geprägt von körperlichen Problemen, die mich immer wieder in meiner Entwicklung zurückgeworfen haben. Ich habe immer mehr Zeit auch außerhalb meines regulären Trainings in Arzttermine, Physiotherapie und ähnliches gesteckt“, blickt er auf die jüngere Vergangenheit zurück, die ihn zu dem Schluss brachte: „Ich musste mir eingestehen, dass mir mein Körper schon länger eindeutige Signale gesendet hat.“

Simon Köcher vom RSV Öschelbronn verpasst dieses Jahr die WM

Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2025 in Göppingen am Wochenende hat er letztlich verpasst, denn die Saison lief nicht so rund wie erhofft. „Ich hab’s nochmal probiert“, so Simon Köcher. „Der Tag war mit Studium, Arbeit, Physiotherapie und Trainingseinheiten voll ausgefüllt. Da stellt man sich dann die Frage, für wen man den vielen Aufwand betreibt“, sinniert er.

Sollte er in Zukunft nochmal ein paar Punkte draufpacken oder aber das aktuelle Programm perfektionieren? Er hat sich gegen beides entscheiden. Beim Weltcup-Finale, das der RSV Öschelbronn am 15. November in Nebringen austrägt, wird Simon Köcher seinen letzten Wettkampf bestreiten. Einen schöneren Abschied als vor dem eigenen Publikum kann er sich nicht vorstellen. „Ich blicke mit wirklich großer Dankbarkeit auf diese Zeit zurück und freue mich, meine Sportkarriere daheim beenden zu dürfen.“ Seine persönliche Bilanz nach 18 Jahren: „Harte Rückschläge, sehr schwere Phasen mit körperlichen Beschwerden, aber eben auch immer wieder das Gefühl, es geschafft zu haben und über mich hinauszuwachsen. Dazu viele sehr schöne Momente sowie Freundschaften, die über den Sport hinausgehen.“

Seine Erfolge können sich jedenfalls sehen lassen. Deutscher Vizemeister bei den Schülern, nationaler U19-Champion, Vize-Europameister bei den Junioren sowie Teilnahme an der Weltcup-Serie und Mitglied der Nationalmannschaft seit 2016 – das hat nicht jeder in seinem Resümee stehen.

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