Kunsttipps für Stuttgart Wieder im Scheinwerferlicht: Die wilden Tänze des Hans Fähnle

In der Galerie Sammlung Amann: Hans Fähnle, Götzentanz, 1961-1965 Foto: Hans Fähnle

So wüst wie liebevoll geht es zu in den Bildern von Hans Fähnle. Jetzt sind sie in Stuttgart neu zu entdecken.

Wiederentdeckungen, Star-Freuden, Leises und NS-Forschung: Hier sind unsere Kunsttipps für Stuttgart.

 

Hans Fähnle in der Galerie Amann

Das Wiederentdecken ist über die durch die Kunstmesse Art Karlsruhe platzierte Reihe „Rediscovered“ zu einer eigenen Marke geworden. Wieder zu entdecken ist nun der Maler Hans Fähnle (1903-1968): Die Galerie Sammlung Amann in Stuttgart (Schwabstraße 69/1) präsentiert unter dem Titel „Ungesehen“ weitgehend nie gezeigte Arbeiten aus dem Nachlass des Stuttgarter Malers. Am Freitagabend eröffnet, steht in der Schau die für Fähnle typische raue, das Archaische beschwörende Figuration im Mittelpunkt. Zu sehen: Dienstag und Mittwoch von 13 bis 17 Uhr sowie Donnerstag von 13 bis 19 Uhr.

Max Wölfle bei Zero Arts

Seit 2021 arbeitet der Objekt- und Konzeptkünstler Max Wölfle unter dem Namen Schaschlikschnauze. „Schaschlikschnauze“ heißt jetzt auch eine Ausstellung, mit der Wölfle bei Zero Arts (Ostendstraße 16) mit Videoarbeiten und neuen Ensembles Fragen zu Themen wie Sammeln und Zersetzen, Fragment und Erzählung verhandelt. Am Freitag eröffnet, ist die Schau am 13. März von 18 bis 21 Uhr zu sehen.

Carlo Krone bei SWR 1-„Leute“

„Kann man heute noch lakonisch Alltägliches malen und ausschnitthaft in Übergröße präsentieren?“, fragte die Ruoff-Stiftung in Nürtingen 2025 anlässlich der ersten institutionellen Einzelausstellung des Stuttgarter Malers Carlo Krone. Inzwischen staunt nicht mehr nur die Kunstszene über Krone. Am Donnerstag war der 25-Jährige zu Gast in der SWR 1-Dialogreihe „Leute“. Nachzuhören ist der Auftritt in der ARD-Mediathek.

Leises bei Imke Valentien

Für Aufsehen kann man auch mit leisen Tönen sorgen. Das zeigen Niko Grindler, Ingrid Hartlieb, Katharina Hinsberg, Jaeyun Moon, Reinhard Voss, Nikolas Wild in den Räumen der Galerie Imke Valentien mit einem Panorama konzentrierter Eigenheiten. Der schöne Titel: „Von feiner Tiefe“. An diesem Samstag, 7. März, ist die Schau von 10 bis 15 Uhr zu sehen. Der Besuch der Liststraße 28/1 lohnt doppelt: Auch Angelika und Markus Hartmanns Schau „Behausungen – Fragile Architektur“ mit Fotos von Karen Weinert ist geöffnet (Erdgeschoss, 11 bis 15 Uhr).

Dominique Hurt im Kunstverein

Nicht verpassen sollte man die Schau „Privathandtaschen dürfen zum Außendienst nicht mitgetragen werden“ im Württembergischen Kunstverein Stuttgart (Kunstgebäude am Schlossplatz). Zu sehen sind Konzeptionen aus der künstlerischen Forschungsarbeit von Dominique Hurt zur weiblichen Täterschaft in NS-Konzentrationslagern. Am 8. März gibt es um 15 Uhr eine Führung.

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