Die riesigen Werke des kantigen Charakterkopfs prägen den Kreis Böblingen. Lutz Ackermann hat sein Schaffen beendet, wir zeigen seine gigantischen Skulpturen.
Mit seinen gigantischen Skultpuren hat der Künstler Lutz Ackermann den Kreis Böblingen geprägt. Die riesigen Bauernkriegs-Sicheln in Böblingen, das Sculptoura-Quadrat bei Altdorf oder die verkreuzten Gestänge am Ehninger Steinbruch – am Werk von Lutz Ackermann lässt sich nicht einfach vorbeigehen. Es hinterlässt Eindruck.
Den 85. Geburtstag feiert Lutz Ackermann nicht im Skulpturengarten
Über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren hat er seinen Skulpturengarten bei Nebringen aufgebaut und weiterentwickelt. 1972 kaufte Lutz Ackermann das dortige Bahnwärterhäuschen und nutzte es zuerst als Atelier. Dann wurde das Gebäude zu seinem Zuhause, ab 1986 erschuf er aus dem es umgebenden Gelände ein Gesamtkunstwerk.
Am vergangenen Montag hat er seinen 85. Geburtstag gefeiert, allerdings nicht in seinem Skulpturengarten, sondern im Pflegeheim. Denn weil Lutz Ackermann an Demenz erkrankt ist, musste er sein künstlerisches Schaffen zuletzt aufgeben. In der Folge wollte er nicht mehr auf dem Areal bleiben und gab auch den Vorsitz seiner Kunststiftung ab.
Der Vorstand der Kunststiftung hat sich nun neu aufgestellt und will den Skulpturengarten wieder stärker öffnen, Führungen und Stipendien anbieten. Holger Wilms ist neuer Vorsitzender, unterstützt von Oliver Hess und Ackermanns Tochter Britt Kühnel.