Ein 24-Jähriger fährt an der Sternkreuzung in Ludwigsburg eine Ampel um. Anschließend verlässt er sein Auto und meldet es bei der Polizei als gestohlen. Die fällt darauf nicht rein.

Ludwigsburg: Julia Amrhein (jam)

Ein 24-Jähriger hat Freitagnacht an der Sternkreuzung in Ludwigsburg eine Ampel umgefahren und sich aus dem Staub gemacht. Das alleine wäre schon kurios genug: Anschließend meldete sich der Unfallfahrer selbst bei der Polizei – und behauptete, sein Audi sei gestohlen worden.

 

Ampel kippt auf die Straße

Doch zurück zum Anfang: Laut Polizei war der 24-Jährige gegen 23 Uhr die Wilhelmstraße in Richtung Stuttgarter Straße entlang gefahren, als er an der Sternkreuzung aus zunächst unklarer Ursache gegen einen Ampelmasten fuhr. Der kippte durch die Wucht des Aufpralls um und fiel auf die Straße.

Damit nicht genug: Da der 24-Jährige bei seiner wilden Fahrt wohl eine andere rote Ampel an der dortigen Baustelle übersehen hatte, kam er plötzlich einem 19-jährigen VW-Fahrer entgegen. Der sah sich zum Ausweichen gezwungen, um einen Frontalzusammenstoß mit dem Audi zu verhindern – wobei der 19-Jährige wiederum eine Warnbarke mit seinem Wagen streifte.

Der 24-Jährige entschied sich nun seinerseits offenbar, den Unfallwagen zurückzulassen. Er stieg aus und flüchtete zu Fuß, während stattdessen ein unbekannter Komplize mit dem Audi davonfuhr. Das Fahrzeug wurde später bei einer Tankstelle am Rande der B27 verlassen aufgefunden.

1,4 Promille und kein Führerschein

Kurz darauf tauchte der 24-Jährige auf dem Polizeirevier in Ludwigsburg auf und gab dort an, dass sein Audi gestohlen worden sei. Dabei hatte er jedoch die Rechnung ohne die Polizei gemacht, die bereits erste Ermittlungen durchgeführt und mehrere Zeugenaussagen vorliegen hatte. Sie eröffneten dem 24-Jährigen, dass der Verdacht bestehe, dass er selbst mit dem Audi verunfallt sei. Hierbei sei zudem ein Schaden von gut 10.000 Euro entstanden.

Warum der 24-Jährige die Flucht angetreten hatte, stellte sich ebenfalls rasch heraus: Ein Alkoholtest ergab einen Wert von immerhin 1,4 Promille, woraufhin eine Blutentnahme angeordnet worden war. Seinen Führerschein wäre der Mann ebenfalls losgewesen – wenn er denn einen hätte: Wie sich zeigte, war er gar nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.