Kurioser Rettungseinsatz in Altenriet Hund jagt Fuchs – beide bleiben in Rohr stecken

Der Fuchs war nach der Jagd und der Rettungsaktion ganz schön mitgenommen. Foto: SDMG/Kohls/ Schmidt 9 Bilder
Der Fuchs war nach der Jagd und der Rettungsaktion ganz schön mitgenommen. Foto: SDMG/Kohls/ Schmidt

Ein Hund wittert einen Fuchs, die Jagd beginnt – und endet jäh in einem Abwasserrohr in Altenriet. Feuerwehr, Bürgermeister und THW rücken an. Eine stundenlange Rettungsaktion beginnt.

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Altenriet - Dieser Einsatz wird allen Beteiligten in Altenriet im Kreis Esslingen wohl noch lange im Gedächtnis bleiben: Ein Fuchs hatte am Sonntagmorgen den Jagdinstinkt eines Hundes geweckt, was beide Tiere in eine ziemlich missliche Lage brachte: Sie blieben in einem Wasserrohr stecken – und so kam es zu einer nicht alltäglichen Rettungsaktion.

Was war passiert?

Ein Herrchen war mit seinem Hund spazieren. Als der Vierbeiner plötzlich einen Fuchs witterte, gab es kein Halten mehr. Die Jagd begann – und endete kurze Zeit später jäh in einem Wasserrohr. Nachdem Passanten das Bellen des Hundes aus besagtem Rohr vernommen hatten, verständigten sie die Freiwillige Feuerwehr Altenriet, die auch gleich den Bürgermeister Bernd Müller an den Ort des Geschehens brachte.

„Als wir eintrafen und das Bellen hörten, wussten wir zuerst nicht, wie wir die Tiere aus dieser Situation befreien konnten“, erzählt Bürgermeister Bernd Müller, „also forderte ich einen Bagger an, mit dem ein Teil des Rohres entfernt werden sollte.“ Ein Teil des Rohres wurde entfernt, doch Hund und Fuchs blieben verschwunden. Also wurde ein weiterer Teil entfernt – wieder kein Erfolg. „Daraufhin entschlossen wir uns, das Technisches Hilfswerk zu rufen, die mit einem akustischen Ortungsgerät anrückten“, sagt Bernd Müller.

Rettungsaktion dauert fast drei Stunden

Auch das THW hatte zunächst seine liebe Mühe, die Tiere zu retten, doch nachdem weitere Teile des Rohres entfernt worden waren, kam schließlich die gute Nachricht: „Mithilfe der Freiwilligen Feuerwehr Altenriet und eines Baggers konnten beide Tiere nach fast drei Stunden unverletzt gerettet werden“, schreibt das THW auf seine Facebook-Seite.

Doch auch die stundenlange Aktion konnte die beiden Tiere nicht stoppen: Die Jagd ging weiter, wenn auch nur kurz. Der Hund konnte schließlich seinem Herrchen übergeben werden, der Fuchs verschwand im Wald – eine klassische Win-win-Situation also.




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