Kurioses aus der Wissenschaft Tiere, die nach Promis benannt sind

Von /dpa 

Rolling Stonefly, Hoff-Krabbe, Trump-Motte, Beyoncé-Fliege: Neu entdeckte Tierarten, die nach Promis benannt werden, sind häufiger als man denkt. Bei einigen passt es so richtig gut.

Insektenforscher Arnold Staniczek hält eine von sieben neu entdeckten, in Bernstein konservierten Steinfliegen in seiner Hand, die er unter dem Begriff „Rolling Stoneflies“ nach den Mitgliedern der britischen Kultband benannt hat. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko 21 Bilder
Insektenforscher Arnold Staniczek hält eine von sieben neu entdeckten, in Bernstein konservierten Steinfliegen in seiner Hand, die er unter dem Begriff „Rolling Stoneflies“ nach den Mitgliedern der britischen Kultband benannt hat. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Die Rockband Rolling Stones gibt es jetzt auch in Jahrmillionen altem Bernstein. Ein Stuttgarter Insektenforscher und Fan der Rockdinos hat eine nun entdeckte Steinfliegenfamilie nach der britischen Kultband benannt. Allen derzeitigen und ehemaligen Mitgliedern der 2003 geadelten Band („Satisfaction“, „Angie“) um Mick Jagger (74) und Keith Richards (74) wurde je eine fossile Art gewidmet.

„Rolling Stoneflies“ – mehr als ein Gag

Die Entdeckung der „Rolling Stoneflies“ sei mehr als ein Gag, versichert Forscher Arnold Staniczek. Die fossilen Insekten vertieften das Wissen über das Leben in den kreidezeitlichen Wäldern, in denen Bernstein entstand. Sie beleuchteten die Evolution der Steinfliegen, die sich damals die Erde noch mit Dinosauriern teilten. Der Burmesische Bernstein sei 100 Millionen Jahre alt. Steinfliegen seien eine der ältesten Gruppen der geflügelten Insekten, erklärt Staniczek.

Fliegen mit großer Zunge

Das Naturkundemuseum in Stuttgart besitzt eine der weltweit wichtigsten Sammlungen von Bernstein mit eingeschlossenen Fliegen oder Libellen – jetzt auch mit der Art „Petroperla mickjaggeri“ als Hommage an Stones-Sänger Mick Jagger und „Lapisperla keithrichardsi“, benannt nach Gitarrist Keith Richards.

Staniczek entdeckte bei der neuen Fliegenfamilie auch eine vergleichsweise große Zunge – das Logo der Stones.

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Stones in Stuttgart

Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können: Die Band ist auf Tour, spielt am 22. Juni in Berlin und am 30. Juni in Stuttgart. „Sollten Mick oder Keith sich die nach ihnen benannten Arten ansehen wollen, sind sie herzlich eingeladen, im Naturkundemuseum Stuttgart vorbeizuschauen“, sagt Staniczek.

In unsere Bildergalerie stellen wir Tierarten vor, die nach Prominenten benannt worden sind. Bei einigen Exemplaren passt es so richtig gut.




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