L-Bank Baden-Württemberg Etliche Südwest-Unternehmen trotzen der Krise und investieren

Von red/ dpa/ lsw 

Die L-Bank hatte in den ersten sechs Monaten des Jahres viel zu tun: Knapp acht Prozent mehr Förderkredite als im Vorjahreszeitraum wurden im Südwesten bewilligt. Was bedeutet das zu Corona-Zeiten?

Die L-Bank macht sich trotz der Corona-Krise keine Sorgen um die Wirtschaft in Baden-Württemberg. Foto: dpa/Wolfram Kastl
Die L-Bank macht sich trotz der Corona-Krise keine Sorgen um die Wirtschaft in Baden-Württemberg. Foto: dpa/Wolfram Kastl

Stuttgart - Die landeseigene Förderbank L-Bank sieht die baden-württembergische Wirtschaft wegen Corona noch längst nicht völlig am Boden: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat das Institut Förderkredite in Höhe von 1,4 Milliarden Euro bewilligt. Das entspricht knapp 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Es handelt sich dabei um die ganz normalen Förderangebote der L-Bank, die nichts mit den Corona-Hilfen zu tun haben, die das Institut ebenfalls bearbeitet und überweist. „Auch in der Coronakrise schauen Baden-Württembergs Unternehmen nach vorne“, heißt es bei der L-Bank zu den Zahlen.

Rund 3600 Unternehmen haben demnach dieses Jahr bis Ende Mai Förderkredite in Anspruch genommen. Vor allem die rege Nachfrage nach der Innovationsfinanzierung zeige, dass sich die Unternehmen von Corona nicht unterkriegen ließen, gleichgültig, ob sie wirtschaftlich davon betroffen seien oder nicht: Beim L-Bank-Programm „Innovationsfinanzierung 4.0“ wurden mit 220 Millionen Euro mehr als dreimal so viel Fördergelder angefragt wie im Vorjahreszeitraum.

Als nächstes kommen die Hilfen des Bundes

Bei den Fördergeldern zur Corona-Pandemie ist die L-Bank derweil mit dem ersten Förderpaket der Landesregierung fast durch. Das Institut verzeichnet Stand dieser Woche 282 000 eingegangene Anträge, von denen knapp 243 000 bewilligt und rund 32 000 abgelehnt wurden. „Die Arbeit an den Corona-Hilfsprogrammen war und ist ein enormer Kraftakt für die L-Bank“, sagt L-Bank-Chefin Edith Weymayr. Als nächstes werden womöglich die Hilfen des Bundes über die Tische der L-Bank-Mitarbeiter laufen.

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Die bisherige Soforthilfe richtete sich nach der Zahl der Beschäftigten eines Unternehmens und betrug für drei Monate insgesamt bis zu 9000 Euro für Solo-Selbstständige sowie Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten. Darüber hinaus gab es Hilfen von bis zu 15 000 Euro für Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten und bis zu 30 000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten. Am 20. Mai machte die Landesregierung zudem den Weg frei für weitere Soforthilfen – das zweite Corona-Hilfspaket des Landes ist 1,5 Milliarden Euro schwer.

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