Ladesäulen Länder sind am Zug

Nicht nur in Deutschland fehlen Ladepunkte für E-Autos. Foto: dpa/Patrick Pleul

Es ist richtig, wenn die EU den Mitgliedsstaaten Vorgaben für den Aufbau eines Netzes von Ladepunkten für E-Auto macht, kommentiert Markus Grabitz

Die Hersteller haben sich bewegt: Mittlerweile bieten Mercedes, BMW, Audi, Porsche und VW batterieelektrische Fahrzeuge an, die sich sehen und mit der Reichweite von Fahrzeugen aus den Tesla-Fabriken messen lassen können. Auch die Autofahrer machen mit: Angespornt durch staatliche Zuschüsse, gehen die Verkäufe von E-Autos in die Höhe.

 

Wenig benutzerfreundlich

Die Politik in Brüssel und Berlin hat sich entschieden, dass der Abschied vom Verbrenner vor allem mit dem batterieelektrischen Pkw geschehen soll. Dann muss sie jetzt auch für eine ordentliche Ladeinfrastruktur sorgen. Bislang mangelt es nicht nur an öffentlich zugänglichen Ladepunkten, sondern auch an der Benutzerfreundlichkeit. Es ist kaum zu glauben, aber selbst in Deutschland sträuben sich Unternehmen dagegen, alle Ladesäulen mit EC-Karten-Bezahlmöglichkeit auszurüsten.

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Die EU muss jetzt ein robustes Gesetz verabschieden, das gemessen an der E-Autoflotte jedes einzelnen Landes eine Mindestanzahl sowie Mindestkapazitäten zum Laden im öffentlichen Raum vorschreibt. Da kann es nicht schaden, wenn Zögerer mit Strafzahlungen an Brüssel rechnen müssen.

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