Ladestation in Freiberg Sonnenstrom für Elektroautos

Von Wolfgang Schulz-Braunschmidt 

Der Discounter Aldi-Süd bietet Auto- und Radfahrern kostenlosen Sonnenstrom an. Auf dem Parkplatz des Aldi-Marktes in Freiberg ist am Mittwoch die erste Ladesäule für Elektroautos und Pedelecs eröffnet worden.

Verkehrsminister Winfried Hermann schließt,   assistiert von Bürgermeister Martin Schairer (links) und Aldi-Manager Karl-Heinz Krehl, das erste E-Auto an. Foto: Lg/Max Kovalenko
Verkehrsminister Winfried Hermann schließt, assistiert von Bürgermeister Martin Schairer (links) und Aldi-Manager Karl-Heinz Krehl, das erste E-Auto an. Foto: Lg/Max Kovalenko

Stuttgart - Neben Lebensmitteln, Waschpulver und Brötchen bietet Aldi-Süd den Kunden in Stuttgart jetzt auch eine Sonnentankstelle für Elektroautos und Pedelecs: Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) nahm am Mittwoch auf dem Parkplatz des Discounters an der Adalbert-Stifter-Straße 103 die erste Ladestation in Betrieb. Bis Ende Juni soll es im Großraum Stuttgart noch weitere 13 Stromzapfsäulen an mit Fotovoltaikanlagen ausgestatteten Aldi-Märkten geben. Bundesweit solle es dann rund 50 Aldi-Ladestationen in den Ballungsgebieten Stuttgart, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Mülheim an der Ruhr und München geben.

„Wir rechnen damit, dass es eine geraume Zeit dauert, bis sich unser Engagement amortisiert“, betonte Karl-Heinz Krehl, Geschäftsführer des Aldi Energiemanagements. Auf die gute Idee mit den Solarstromtankstellen sei man beim Aufbau der eigenen Fotovoltaikanlagen gekommen. „Kürzer kann der Weg zwischen Produktion und Verbrauch gar nicht sein.“

Landesverkehrsminister Hermann begrüßte das Engagement des Discounters als „ein tolles und vorbildliches Projekt“. Der Klimawandel erfordere eine Verkehrswende mit viel mehr Elektroautos. „Ansonsten zerstören wir durch den Verbrauch von immer mehr fossilen Brennstoffen unseren Planeten“, warnte der Minister. Obwohl Baden-Württemberg mit rund 1100 Ladestationen über das dichteste Netz an Stromtankstellen in Deutschland verfüge, sei dieser zusätzliche Beitrag zur Energiewende willkommen. „Gut finde ich auch, dass an die Besitzer von Elektrofahrrädern gedacht worden ist“, sagte Hermann. Das Land wolle in den kommenden zwei Jahren die Zahl der Stromtankstellen auf rund 2000 erhöhen. Dabei sei die Unterstützung einzelner Unternehmen ein wertvoller Beitrag.




Unsere Empfehlung für Sie