Um eine Weiterverbreitung von Kopfläusen zu verhindern, ist es sinnvoll, die Bettwäsche des Betroffenen zu waschen. So gehen Sie vor.

Digital Desk: Lukas Böhl (lbö)

Das Umweltbundesamt empfiehlt, Bettwäsche bei einem Läusebefall bei mindestens 60 °C zu waschen oder im Wäschetrockner zu erhitzen, um lebende Tiere und Eier abzutöten. Kissen und Decken können ebenfalls gewaschen werden, wobei das Wechseln der Bettwäsche in der Regel ausreicht, teilt das Robert Koch-Institut mit.

 

Sollten sich im Bett Plüschtiere befinden, ist es ratsam, diese entweder zu waschen oder für 3 Tage in einem Plastikbeutel einzuschließen, schreibt das Bundesgesundheitsministerium. Alternativ können die Kuscheltiere im Plastikbeutel mehrere Stunden in der Gefriertruhe eingefroren werden. Das Umweltbundesamt ergänzt, dass nach 3 Wochen im Plastikbeutel auch sichergestellt werden kann, dass die Eier nicht mehr entwicklungsfähig sind.

Besteht bei Bettwäsche ein großes Übertragungsrisiko?

Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung oder eines Wiederbefalls über Bettwäsche oder Kissen sei laut Umweltbundesamt sehr gering. Doch gerade bei einem starken Läusebefall sollte die Bettwäsche wie oben beschrieben bei 60 °C durchgewaschen werden. Auch das Robert Koch-Institut empfiehlt, bei einem Läusebefall Schlafanzüge, Bettwäsche und Handtücher zu wechseln und anschließend zu waschen.

Lesetipp: Wie oft die Bettwäsche wechseln?

Was ist mit der Matratze?

Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass Läuse auf der Matratze überleben, kann diese vorsichtshalber mit einem Polsteraufsatz auf dem Staubsauger abgesaugt werden. Dies gilt auch für andere Polstermöbel, auf denen sich die infizierte Person aufgehalten hat. In der Regel ist es aber völlig ausreichend, die Bettwäsche zu wechseln und heiß zu waschen.