Land prüft Bau einer neuen Spielbank Mannheim zeigt Interesse

In Baden-Württemberg gibt es derzeit drei staatliche Spielhöllen: in Stuttgart, Baden-Baden und Konstanz. Jetzt könnte ein viertes Casino dazukommen. Foto: dapd
In Baden-Württemberg gibt es derzeit drei staatliche Spielhöllen: in Stuttgart, Baden-Baden und Konstanz. Jetzt könnte ein viertes Casino dazukommen. Foto: dapd

In Baden-Württemberg gibt es derzeit drei staatliche Casinos: in Stuttgart, Baden-Baden und Konstanz. Jetzt könnte ein viertes dazukommen.

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Mannheim - Bis jetzt müssen die Mannheimer und alle anderen Bewohner der Rhein-Neckar-Region, die dem Glücksspiel frönen möchten, ins pfälzische Bad Dürkheim oder nach Wiesbaden in Hessen fahren. Das könnte sich bald ändern. In aller Stille arbeitet man offenbar bei der Spielbankgesellschaft des Landes an Plänen für ein neues Casino in Mannheim. Es wäre nach Baden-Baden, Konstanz und Stuttgart das vierte in Baden-Württemberg.

Ein Sprecher der Gesellschaft erklärte am Donnerstag, nachdem der „Mannheimer Morgen“ von dem Projekt berichtet hatte, man stehe noch am Anfang. Grundsätzlich sei Otto Wulferding, der Geschäftsführer der Landesgesellschaft, der Meinung ein viertes Casino in nördlichen Landesteil wäre sinnvoll. Die Entscheidung darüber müsse aber die Landesregierung treffen; dies solle in den nächsten Wochen geschehen. Falls sie Ja sage, werde sich die Gesellschaft, die derzeit jährlich 33,5 Millionen Euro ans Land abführt, um die Konzession für Mannheim bewerben.

Stadt könnte mit zwei bis drei Millionen Euro Gewinn rechnen

Der dortige OB Peter Kurz (SPD) äußerte sich positiv. „Sollte das Land den Spielbank-Standort zulassen, werde ich dem Gemeinderat empfehlen, diese Chance zu nutzen“, erklärte er auf Anfrage. Man habe so nicht nur die Chance, das illegale Glücksspiel zurückzudrängen. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen wären erfreulich. Die Investitionen für eine Spielbank würden auf 15 bis 20 Millionen Euro geschätzt. Ein Casino schaffe 150 bis 200 Arbeitsplätze, es stärke die Hotellerie und Gastronomie und bilde ein zusätzliches Angebot für Gäste. Die Stadt könne aus dem Gewinn mit einer Abgabe von zwei bis drei Millionen Euro im Jahr rechnen.

Ein Sprecher der Grünen äußerte sich eher skeptisch, bei der SPD hieß es, man habe noch nicht genügend Informationen zu dem Thema. Die CDU zeigte sich hingegen aufgeschlossen für das Vorhaben. „Wenn es vom Land aus die Möglichkeit für eine Spielbank in Mannheim geben solle, sollte die Stadt sie annehmen“, erklärte ihr Sprecher Carsten Südmersen.

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