Landesagrarminister Peter Hauk Hoffnung auf Trend zu Bio-Produkten auch nach Corona

Landesagrarminister Peter Hauk Foto: dpa/Tom Weller
Landesagrarminister Peter Hauk Foto: dpa/Tom Weller

Jahr für Jahr prüft das Land in seinem Ökomonitoring die Bio-Produkte. Und Jahr für Jahr ist es zufrieden – mit leichten Abstrichen. Im vergangenen Jahr hat sich die Pandemie auf die Nachfrage ausgewirkt.

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Stuttgart - Die Bio-Ernährung hat in der Corona-Pandemie nach Einschätzung von Landesagrarminister Peter Hauk viele weitere Fans gewonnen. „Ich hoffe, dass viele den Zugang zu Bio- und zu regionalen Produkten gefunden haben und dabei auch bleiben“, sagte der CDU-Politiker am Montag in Stuttgart. Der Minister kündigte eine Marketingkampagne an, mit der das Land den Trend der vergangenen eineinhalb Jahre aufgreifen möchte.

Nach Angaben des Ministers haben während der Corona-Krise auch in Baden-Württemberg deutlich mehr Menschen selber und zu Hause gekocht - auf den Tisch kam dabei verstärkt ökologisch produzierte Ware. „Den Trend gab es und er hält auch an“, sagte Hauk. Trotz des bundesweiten Anstiegs um 22 Prozent und eines Rekordumsatzes im Jahr 2020 haben Qualität und Sicherheit von Bio-Lebensmitteln allerdings nicht gelitten, wie aus dem neuen Ökomonitoring-Bericht hervorgeht. „Wo Bio draufsteht, ist in den allermeisten Fällen auch Bio drin.“

Rund 580 Öko-Produkte untersucht

Für den Bericht haben die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Baden-Württembergs (CVUAs) 2020 rund 580 Öko-Produkte untersucht, von Obst und Gemüse bis hin zu Käse, Eiern und Grünkern. „Wie in den Vorjahren gab es Einzelfälle, in welchen weitere Recherchen erforderlich waren“, sagte Hauk. So habe es in 9 von untersuchten 343 Öko-Produkten bei Untersuchungen auf Pestizid-Rückstände eine irreführende Öko-Kennzeichnung gegeben, da erhöhte Rückstandsgehalte gefunden wurden. Bei Eiern aus ökologischer Erzeugung gab es keine Beanstandung. „Auch der Bio-Milch können die Menschen vertrauen“, sagte Hauk. „Alle 42 entsprechend ausgelobten Proben waren, wie in den Vorjahren, unauffällig.“

Nach Angaben des Verbraucherministeriums ist das Monitoring bundesweit einzigartig.

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