Landesligist SKV Rutesheim Einen Schritt nach vorne gemacht
Die SKV Rutesheim hat sich in der Landesliga früh aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet und die Saison auf Rang acht beendet.
Die SKV Rutesheim hat sich in der Landesliga früh aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet und die Saison auf Rang acht beendet.
Wenn man nur auf die Zahlen blicken würde, müsste man den Kickern der SKV Rutesheim einen Rückschritt in der Entwicklung attestieren: Beendeten sie die Saison im Vorjahr noch auf dem vierten Tabellenplatz mit 55 Punkten, stehen nach dieser Spielzeit lediglich Rang acht und 49 Zähler in der Abschlusstabelle. Doch Trainer Christopher Baake hat natürlich einen dezidierteren Blick auf die Dinge: „Zum einen waren es in der Saison 2023/24 zwei Spiele mehr, und zum anderen hat meiner jungen Mannschaft jede einzelne Partie in dieser Saison weitergeholfen“, betont er.
Der große Unterschied zu den Topmannschaften in der Liga sei gewesen, dass seinen SKV-Akteuren die Erfahrung in brenzligen Situationen gefehlt habe. Beispielhaft nennt er die 1:4-Niederlage beim Meister FSV Waiblingen: „Da haben wir uns innerhalb von fünf Minuten das Spiel kaputt gemacht, in denen wir drei Gegentore kassiert haben, nachdem wir die erste halbe Stunde dominiert hatten“, weiß er noch gut. Zu was die Mannschaft eigentlich in der Lage sei, habe sie in den Partien gegen die Spitzenteams gezeigt: Bei der 0:2-Niederlage im Hinspiel gegen den FSV habe sein Team über weite Strecken auf Augenhöhe agiert, gegen den Tabellenzweiten FV Löchgau zu Hause ein 0:1 in einen 3:1-Sieg umgebogen und beim Tabellendritten Neckarsulmer SU erst drei Großchancen vergeben, um dann aus einem 0:2-Rückstand noch einen 3:2-Sieg zu machen.
Die negativen Ausschläge nach unten waren für Baake die 2:5-Heimniederlage gegen den SV Kaisersbach und das 1:5 im letzten Saisonspiel bei der SG Weinstadt. „So etwas darf eigentlich nicht passieren“, betont er. Dies sei aber der Entwicklung junger Spieler geschuldet, die unter Umständen auch einmal in ein mentales Loch fallen würden. Insgesamt sei das letzte Drittel der Saison nicht gut gelaufen, nachdem es tabellarisch nach oben und nach unten um nichts mehr gegangen sei.
Gut gespielt habe seine Elf jedoch zu Beginn der Saison, es dabei aber versäumt, die guten Leistungen auch mit Punkten zu veredeln. Tatsächlich standen nach den ersten fünf Saisonspielen gerade einmal vier Zähler auf dem Konto der SKV, ehe eine Serie von sieben Partien ohne Niederlage folgte, mit der die Rutesheimer den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze schafften. Zu Beginn der Rückrunde kämpfte sich die SKV bis auf drei Zähler an Rang zwei heran, ehe die zwei Niederlagen gegen in Waiblingen und in Ilshofen den Kontakt zur Spitze frühzeitig abreißen ließen.
Zufrieden ist Baake vor allem mit dem Spiel seiner Mannschaft mit dem Ball. „Da haben wir meistens gute Lösungen gefunden“, lobt er. In der neuen Runde will er daher einen Schwerpunkt auf die Defensivarbeit legen. Und er hofft, dass die wenigen Routiniers im Team wie Kapitän Tobias Gebbert, Joshua Schneider und Tim Rudloff nicht allzu oft verletzungsbedingt ausfallen. „Wenn die drei uns gefehlt haben, wurde es schwierig“, hat Baake festgestellt. Dass in dieser Saison mit Janis Lamatsch und Markus Wellert im Angriff zwei Spieler, die den Ball festmachen können, sowie Constantin Kogel verletzungs- und berufsbedingt längerfristig gefehlt hätten, habe die Saison auch nicht einfacher gemacht.
Gewohnt optimistisch blickt Christopher Baake aber auf die neue Saison mit Derbys gegen den TSV Heimerdingen und den SV Leonberg/Eltingen, in der sich auf und neben dem Feld einige Veränderungen ergeben. Videoanalyst Cay Oguzhan wechselt zum FSV Waiblingen, Co-Trainer Pascal Haug übernimmt das Amt des Sportlichen Leiters.
Als neue Co-Trainer fungieren dann Alexander Wellert, der seine Karriere nach einer langwierigen Fußverletzung beenden musste, und Gianluca Crepaldi, der als spielender Coach eingeplant ist. „Er ist ein begnadeter Kicker, der auch mal eine Halbchance nutzt“, freut sich Baake, der hofft, dass Crepaldis Körper sich mit 34 Jahren nochmal an das Tempo in der Landesliga gewöhnen kann.
Zum Königstransfer für Rutesheim soll in der neuen Saison Alexander Grau werden, der nach je drei Jahren in Heimerdingen und Oeffingen das Team mit seiner Erfahrung stabilisieren soll. Weitere Neuzugänge sind Ioannis Savvoulidis vom TSV Merklingen und Marvin Boateng, der vom SV Leonberg/Eltingen kommt.
Während Ersterer vor allem für Tempo auf den Außenbahnen sorgen soll, ist Letzterer mit seiner Athletik als Bollwerk im defensiven Mittelfeld eingeplant. Zudem wird Stürmer Jay Niko Kiloko endgültig zum Landesligakader gehören, der in dieser Saison schon gelegentlich für Aufmerksamkeit gesorgt hat.
Dem stehen neben den Abgängen von Kogel und Lamatsch (Karriereende) zur neuen Saison auch Antonio Di Viesti und Lukas Feigl gegenüber, die wegen der zu weiten Anfahrtswege sich anderen Vereinen anschließen.