Rund 1600 junge Musiker werden in der kommenden Woche in Ditzingen erwartet. Sie treten in elf Kategorien an. Für Ditzingen ist es Grund zur Freude – und eine Herausforderung.

Ludwigsburg: Franziska Kleiner (fk)

Ditzingen wird zur Musikhauptstadt in der kommenden Woche.“ Mit diesen Worten von Harald Maier, Generalsekretär des Landesmusikrats Baden-Württemberg, wird der Anspruch der jungen Wettbewerbsteilnehmer und der Organisatoren deutlich, mit dem sie in den Wettbewerb gehen. In der Zeit von 17. bis 22. März findet in Ditzingen der Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“ statt.

 

Harald Maier hebt mit dem Hinweis, dass der baden-württembergische der größte der 16 Landeswettbewerbe sei, die Bedeutung im bundesweiten Kontext hervor. Anders von ihm formuliert: „Es werden tausend kleine Konzerte hier präsentiert.“ Die Wertungsspiele sind alle öffentlich und ohne Eintritt zugänglich.

„Jugend musiziert“ macht Ditzingen „zur Wettbewerbsbühne“

Ditzingen feiert in diesem Jahr 60 Jahre Erhebung zur Stadt, zudem ist sie seit 50 Jahren Große Kreisstadt. Dieses Doppeljubiläum war der Anlass, sich um den Landeswettbewerb zu bemühen. Für den Leiter der Jugendmusikschule, Manfred Frank, geht damit auch ein „Herzenswunsch“ in Erfüllung, wie er es selbst formuliert. Seine Vorstellung sei, die gesamte Stadt zur Wettbewerbsbühne zu machen und damit die Stadt zum Klingen zu bringen.

Frank macht aber auch deutlich, dass die Realisierung ohne das Miteinander und der Unterstützung der verschiedensten Akteure nicht möglich wäre. „Wie Türen geöffnet werden, ist phänomenal.“ Alle, die angesprochen würden, wollten sich einbringen und das Mögliche möglich machen. Selbst die Kirchenglocken schweigen während des Wettbewerbs.

Ortsübergreifend – Hemmingen ist ebenfalls mit eingebunden – finden Wertungsspiele statt, sei es in Kirchen, Schulen, in der Stadtbibliothek: Insgesamt sind zwölf Örtlichkeiten vorgesehen. Ditzingens Oberbürgermeister Michael Makurath spricht von einer „echten Großveranstaltung“, die logistisch „eine gewaltige Herausforderung“ darstelle. Schließlich werden mehr als fünftausend Gäste in der Stadt erwartet.

Rund 70 Ehrenamtliche zusätzlich zu den 40 Lehrkräften der Jugendmusikschule sind an den sechs Wettbewerbstagen im Einsatz. Sie enden mit einem Preisträgerkonzert am Samstag, 21. März, um 19 Uhr in der Ditzinger Stadthalle.

„Eine Art vorgezogener Bundeswettbewerb“

Die Größe des Ereignisses betont auch Alexander Becker, der Präsident des Landesmusikrates, der den Wettbewerb veranstaltet: „Wenn die jungen Leute hier ihr musikalisches Können zeigen, geht es um das große Thema Jugend und Bildung, das zentrale Anliegen von ‚Jugend musiziert’.“ Der Landeswettbewerb sei hinsichtlich des Niveaus „eine Art vorgezogener Bundeswettbewerb“. Und hier stelle Baden-Württemberg in der Regel zwei Drittel aller Aktiven, die wiederum „fast 30 Prozent der Bundessieger ausmachen“.