Unter dem Motto „Frauenherzen schlagen anders. Zeit zu handeln.“ rief der Healthcare Frauen (HCF) e.V. und die HerzHirnAllianz bundesweit dazu auf, am 6. Februar 2026 Rot zu tragen, Selfies zu posten, Sichtbarkeit zu schaffen und auf diese Weise Leben zu retten. Der #GoRed-Aktionstag fand in Anlehnung an den „National Wear Red Day“ der American Heart Association statt. Mitarbeitende des Landratsamt-Gesundheitsdezernats haben am Aktionstag durch das Tragen roter Kleidung die Botschaft der Aktion unterstützt.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache bei Frauen. In Deutschland sterben jedes Jahr rund 20.000 Frauen an einem Herzinfarkt. Trotzdem werden die Warnzeichen dafür noch immer zu spät erkannt, Risiken unterschätzt und Prävention zu selten genutzt.
Frauen werden im Notfall seltener reanimiert
Herz-Kreislauf-Erkrankungen äußern sich bei Frauen häufig anders als bei Männern, wodurch eine frühzeitige Erkennung zusätzlich erschwert wird. Übelkeit, Erschöpfung oder Schmerzen im Oberbauch werden nicht als Warnzeichen erkannt. Gleichzeitig werden Frauen im Notfall aufgrund von Berührungsängsten seltener reanimiert.
„Durch unsere Teilnahme an diesem Aktionstag möchten wir das öffentliche Bewusstsein für Herzerkrankungen bei Frauen stärken. Denn Aufklärung kann ganz bewusst Leben retten“, stellt Dr. Ulrike Rangwich-Fellendorf, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsdezernats, fest. Dr. Uschi Traub, Leiterin der Gesundheitsförderung, ergänzt: „Viele Frauen unterschätzen ihr Herzinfarkt-Risiko. Symptome wirken oft harmlos und werden viel zu spät erkannt. Deshalb ist es enorm wichtig, dass Frauen bei vermeintlich untypischen Symptomen auch an einen Herzinfarkt denken und sich schnellstmöglich ärztlich vorstellen.“
Über spezifische Risiken gezielt informieren und Gesundheitskompetenz stärken
Hierzu müssen Frauen jedoch über ihre spezifischen Herzinfarktsymptome informiert werden. Durch Öffentlichkeitskampagnen und Bildungsinitiativen, zum Beispiel auch an Schulen und Hochschulen, verbunden mit Früherkennungs- und Vorsorgeaktionen, sollten Frauen gezielt über ihre kardiovaskulären Risiken informiert und ihre Gesundheitskompetenz gestärkt werden. Dr. Christine Oexle, Ärztin in der Gesundheitsförderung, führt hierzu aus: „Eine gestärkte Gesundheitskompetenz kann entscheidend dazu beitragen, solche Risiken frühzeitig zu erkennen, eine zeitnahe Diagnose und Behandlung zu ermöglichen und dadurch Leben zu retten.“
Die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ein Schwerpunktthema des Gesundheitsdezernats in diesem Jahr. In den nächsten Monaten werden weitere Veranstaltungen und Schwerpunkte folgen.
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