Landrat in Quarantäne Landrat Thomas Reumann positiv auf Corona getestet

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Der 64-jährige Reumann befindet sich in häuslicher Quarantäne. Etliche seiner Kontaktpersonen im Landratsamt werden nun ebenfalls nach Hause geschickt.

Thomas Reumann gehört dem Pandemielenkungsstab an. Es besteht die Gefahr, dass weitere Mitglieder des wichtigen Gremiums ebenfalls infiziert sind. Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Thomas Reumann gehört dem Pandemielenkungsstab an. Es besteht die Gefahr, dass weitere Mitglieder des wichtigen Gremiums ebenfalls infiziert sind. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Reutlingen - Der Reutlinger Landrat Thomas Reumann hat sich mit dem Coronavirus angesteckt, das gab das Landratsamt am späten Mittwochabend in einer Pressemitteilung bekannt. Wie bei milden Verläufen üblich muss sich der 64-Jährige in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben. Reumann, der in keinem Risikogebiet war, hatte am Dienstagnachmittag erste Beschwerden und bald darauf Fieber bekommen. Ein Influenza-Abstrich war negativ. Am Mittwochabend lag das Ergebnis der Untersuchung auf SARS-CoV-2 vor, es bestätigte den Verdacht einer Covid-19-Erkrankung. Reumann, der dem Pandemiestab des Landratsamtes angehört, hatte teils engen Kontakt zu vielen Beschäftigten des Landratsamtes, die nun ebenfalls in Quarantäne müssen.

Der Kreistag hatte wegen der Ansteckungsgefahr im Freien getagt

„Es darf hier kein Vakuum entstehen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Amtes. „Das Landratsamt hat deshalb für dieses Szenario des Ausfalls eines oder mehrerer Mitglieder des Lenkungsstabes bereits Nachrücker benannt.“ Darüber wer nachrückt, gibt es bisher keine Informationen. Kurzfristig würden die Kontaktpersonen ermittelt, mit denen Reumann seit Sonntag für mindestens 15 Minuten engen Kontakt hatte, heißt es in der Pressemitteilung. Das dürften etliche Personen gewesen sein, denn am Montag leitete der Landrat eine öffentliche Kreisratssitzung im Freien. Auf dem Parkplatz hinter dem Amt kamen Dutzende Kreisräte zusammen. Ziel der Outdoor-Versammlung war es, die Ansteckungsgefahr in Zeiten von Corona möglichst gering zu halten.