Roland Bernhard und Tobias Degode schwebt eine Schnellverbindung für die gesamte Region Leonberg vor. Doch zunächst steht die Strecke nach Ditzingen an.
Beim Fahrradweg zwischen Leonberg und Ditzingen hat sich lange nichts getan. Die Federführung des Projektes liegt beim Leonberger „Referat für innovative Mobilität“, das im Dezernat des Oberbürgermeisters angesiedelt ist. Nachdem Tobias Degode am 1. Dezember auf dem Chefsessel im Rathaus Platz genommen hat, wird allgemein erwartet, dass unter dem neuen OB der brachliegende Radweg buchstäblich wieder in Bewegung kommt.
Doch Degode will es nicht nur bei der relativ kurzen Verbindung belassen. Bei seinem Antrittsbesuch im Böblinger Landratsamt erörterte der Oberbürgermeister mit dem Landrat die Möglichkeit einer Radschnellverbindung, die den alten Landkreis Leonberg von West nach Ost komplett durchqueren würde.
Schwierige Flächenankäufe
Tobias Degode und Roland Bernhard schwebt ein Radweg von Weil der Stadt über Renningen, Leonberg und Ditzingen nach Korntal-Münchingen vor. Damit wollen beide Politiker die Straßen entlasten und die Bedeutung des Fahrrads im Berufsverkehr vergrößern. Landrat Bernhard ist ein bekennender Freund von Radschnellwegen.
Der Landrat und der OB wissen freilich, dass solch ein Projekt nicht ohne Weiteres zu realisieren ist. „Die Wegeführung in Leonberg und den angrenzenden Gebieten ist aufgrund verschiedener Ansprüche besonders anspruchsvoll“, erklären beide. Gemeint sind offene Grundstücksfragen, die schon die Umsetzung der Radstrecke zwischen Leonberg und Ditzingen gelähmt haben. Der Kauf der nötigen Flächen gestaltete sich ausgesprochen schwierig.
Zuletzt hieß es im Frühjahr, dass eine Einigung mit den Eigentümern in absehbarer Zeit in Sicht sei. Mit den Planungen und Kostenkalkulationen für die neue lange Radverbindung dürfte wohl erst begonnen werden, wenn endgültig klar ist, wann und wie es zwischen Ditzingen und Leonberg weitergeht.