Nach dem Bezug des Erweiterungsbaus am Alten Postplatz sind zurzeit weitere Ämterumzüge des Landratsamts in Waiblingen im Gange. Im Herbst steht dann die Sanierung des Altbaus an.
Das Landratsamt des Rems-Murr-Kreises treibt den Wandel seiner Verwaltung weiter voran. Wie die Behörde selbst mitteilt, werden aktuell zahlreiche Fachbereiche in neue Räumlichkeiten an den beiden Waiblinger Hauptstandorten Rötestraße und Alter Postplatz verlagert.
Im Oktober soll dann die umfassende Sanierung des Hochhauses am Alten Postplatz beginnen – der vorerst letzte Baustein in der Gesamtimmobilienkonzeption, die der Landrat Richard Sigel angestoßen hat.
Neuordnung im Landratsamt: Umzugswelle im Takt der Planung
Der Bezug des Erweiterungsbaus am Alten Postplatz ist weitgehend abgeschlossen, nun folgt eine koordinierte Umzugswelle, die verschiedene Dienststellen neu verortet. Zum 28. Juli haben bereits das Baurechtsamt sowie das Amt für Brand- und Katastrophenschutz ihren bisherigen Sitz an der Stuttgarter Straße 110 verlassen. Sie beziehen den sanierten Querbau zwischen dem Sitzungssaalbereich und dem Hochhaus am Alten Postplatz.
Gleichzeitig verlagert sich das Straßenbauamt, zusammen mit der Stabsstelle Radwege, in die Außenstelle Rötestraße. Das Drei-Zonen-Modell mit flexiblen Arbeitsplätzen habe sich dort als erfolgreich erwiesen. Durch das Zusammenspiel von Homeoffice, Teilzeit und Urlaubszeiten sei es möglich geworden, weitere Einheiten effizient unterzubringen – ein Modell mit Vorbildcharakter, so die Verwaltung.
In der Woche ab dem 4. August folgt ein weiterer Schritt: Die Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus mit dem Schwäbischen Wald Tourismus zieht in neue Räume in der Bahnhofsstraße 1. Mitte August komplettiert dann das Kommunal- und Rechnungsprüfungsamt den Standortwechsel in dasselbe Gebäude.
Koordination mit Ansage – aber nicht ohne Einschränkungen
Die Verwaltung weist darauf hin, dass in den Umzugswochen mit eingeschränkter Präsenz vor Ort zu rechnen sei. Die Mitarbeitenden arbeiteten in dieser Phase überwiegend im Homeoffice, eine telefonische Erreichbarkeit sei jedoch gewährleistet. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich im Vorfeld über die Homepage des Landratsamts über aktuelle Kontaktdaten und Zuständigkeiten zu informieren.
Weitere Sanierung des Landratsamts startet im Herbst
Während die Umzüge die konzentrierte Standortstruktur komplettieren, beginnt mit der Hochhaussanierung das nächste zentrale bauliche Projekt der kommenden Jahre. Das Gebäude aus den 1950er-Jahren soll umfassend modernisiert werden – energetisch, sicherheitstechnisch und funktional. Der Kreistag hat dafür die Vergaben wichtiger Bauleistungen wie Rohbau, Fenster, Außentüren sowie Zimmerer- und Holzbauarbeiten freigegeben. Erste Arbeiten zur Baustellenlogistik sollen im Oktober anlaufen.
Die Maßnahme soll nicht nur Verwaltungsprozesse bündeln, sondern auch Kosten senken. Die bisher vergebenen Leistungen blieben unter dem Budget – allein rund eine Million Euro Einsparung wurden bislang erzielt. Möglich habe das eine stringente Ausschreibungspolitik mit Fokus auf Wirtschaftlichkeit gemacht, so die Behörde.