Landschaftspark Region Stuttgart Systemrelevant für die Menschen

Auch ein Landschaftsparkprojekt: der neue Radweg am Neckarufer in Esslingen Foto: Pressefoto Horst Rudel/Horst Rudel

Seit fast zwei Jahrzehnten gibt es das Landschaftsparkprojekt der Region. Die Coronapandemie zeigt, wie wichtig und richtig dieser Ansatz war, meint unser Redakteur Thomas Durchdenwald.

Stuttgart - Die Situation ist paradox: Gerade die Pandemie zeigt, wie wichtig es ist, dass es in der dicht besiedelten Region Stuttgart gut erschlossene und attraktive Naherholungsgebiete gibt, wie sie das Landschaftsparkprojekt seit fast zwei Jahrzehnten fördert. Doch gerade diese Projekte könnten nun dem coronabedingten Spardiktat in den Kommunen zum Opfer fallen. Erste Anzeichen gibt es, auch wenn noch kein Trend abzulesen ist.

 

Das Verfahren ist richtig

Das sollte aber kein Anlass sein, vom erfolgreichen Landschaftsparkprojekt mit seiner engagierten Leiterin Christine Baumgärtner abzurücken. Das Verfahren ist aus zwei Gründen richtig. Da ist zum einen der Wettbewerbsgedanke, es gibt eben keinen Automatismus, dass jeder Antrag genehmigt wird, eine Jury aus Regionalpolitikern wählt die Projekte aus. Und zum anderen garantiert die mindestens 50-prozentige Finanzierung durch die Kommune, dass man vor Ort hinter dem Projekt steht. Vielleicht befördert die aktuelle Lage sogar Vorhaben, die gemeinsam von mehreren Kommunen getragen werden. Dies würde dem Landschaftspark-Gedanken als Kette von attraktiven Naherholungsorten noch näher kommen. Auch die grüne Infrastruktur ist wichtig, systemrelevant ist sie allemal.

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