Landtagswahl 2021 Wilfried Klenk will nicht mehr antreten

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Der Staatssekretär im Innenministerium kündigt überraschend seinen Rückzug aus dem Landtag an. Es ist bereits der zweite Kandidat, der der CDU im Rems-Murr-Kreis abhanden kommt.

Der frühere Präsident steht dem Landtag vom kommenden Jahr an nicht mehr zur Verfügung. Foto: dpa/Daniel Naupold
Der frühere Präsident steht dem Landtag vom kommenden Jahr an nicht mehr zur Verfügung. Foto: dpa/Daniel Naupold

Oppenweiler/Stuttgart - Noch vor zwei Wochen hatte der Kreisvorsitzende der CDU, Joachim Pfeiffer, Wilfried Klenks Kandidatur auf Nachfrage unserer Zeitung als mehr oder weniger gesetzt angesehen. Nun hat der der 60-jährige Staatssekretär im baden-württembergischen Innenministerium bekannt gegeben, bei der nächsten Landtagswahl im kommenden Jahr nicht mehr antreten zu wollen. Für seinen Entschluss führte er nicht näher spezifizierte „persönliche Gründe“ an.

Auch Claus Paal tritt nicht mehr an

Für die CDU dürfte der Rückzug des früheren Landtagspräsidenten nicht nur bitter sein, weil Klenk bei der jüngsten Wahl der einzige war, der das im Rems-Murr-Kreis eigentlich von den Christdemokraten abonnierte Direktmandat nicht an die Grünen verloren hatte. Der Mann aus Oppenweiler, der seit rund 40 Jahren auf unterschiedlichsten Ebenen ehrenamtlich und beruflich politisch aktiv ist, ist nun bereits der zweite CDU-Abgeordnete in insgesamt drei Wahlkreisen, der seiner Partei eine Absage erteilt hat. Schon vor geraumer Zeit hatte Claus Paal signalisiert, im Wahlkreis Schorndorf nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Der 52-jährige Unternehmer und Präsident der Industrie- und Handelskammer Rems-Murr kündigte an, sich künftig wieder voll auf seinen Betrieb konzentrieren zu wollen.

Wer ihn beerben wird, ist noch nicht ganz klar. Zwar hat der Kernener Kriminalhauptkommissar Christian Gehring seinen Hut in den Ring geworfen, der Kreisvorsitzende Pfeiffer ließ jedoch durchblicken, dass sich bei der Kür, die auf den 27. März terminiert ist, mehrere Bewerber vorstellen könnten.

Siegfried Lorek wird wohl am Donnerstag gekürt

Am unstrittigsten ist hingegen wohl die Angelegenheit im Wahlkreis Waiblingen. Hier gilt als sicher, dass der Winnender Landtagsabgeordnete Sigfried Lorek am kommenden Donnerstag in der Gemeindehalle von Weiler zum Stein als einziger Bewerber für seine zweite Kandidatur nominiert wird. Lorek hat jedenfalls erst am Freitag offiziell seine Bereitschaft dazu bekannt gegeben.

In Backnang hingegen hat der Ortsverband noch bis zum 29. Mai Zeit, einen geeigneten Nachfolger für Wilfried Klenk zu finden. Die Nominierungsveranstaltung findet an diesem Tag in Sulzbach statt. Klenk betont in der Ankündigung seines Rückzugs: „Bei der CDU stimmen alle Mitglieder basisdemokratisch über die Aufstellung ihrer Kandidaten ab.“




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