Landtagswahl 2026 Tobias Vogt attackiert die Grünen: „Vergleichbar mit einer Trump-Kampagne“

Tobias Vogt (CDU) wirft den Grünen „Hetze und Hass“ vor. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Der CDU-Landesgeneralsekretär greift die Grünen am Abend der Landtagswahl scharf an. Das Vertrauen zum Koalitionspartner sei „massiv beschädigt“.

Ludwigsburg: Maximilian Kroh (kro)

Es sind scharfe Worte, die Tobias Vogt am Abend der baden-württembergischen Landtagswahl an den alten und wohl auch neuen Koalitionspartner richtet. „Die Grünen haben den amerikanischen Wahlkampf nach Deutschland geholt“, sagte der CDU-Landesgeneralsekretär und Direktkandidat aus dem Wahlkreis Bietigheim-Bissingen dieser Zeitung. „Die letzten beiden Wochen war das vergleichbar mit einer Trump-Kampagne.“

 

Es sei nicht mehr um Inhalte gegangen, sondern nur noch um persönliche Diffamierung. Vogt spricht von „Schmutz, Hetze und Hass von grünen Influencern und Mandatsträgern“. Der CDU-Politiker bezieht sich dabei auf zwei Videos mit dem CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel, die in den vergangenen Wochen im Internet viral gegangen waren.

Hagels Aussagen als sexistisch kritisiert

Zunächst hatte die grüne Bundestagsabgeordnete Zoe Mayer ein acht Jahre altes Video verbreitet, in dem Hagel beim Fernsehsender RegioTV über einen Schulbesuch in seinem Wahlkreis Ehingen spricht. Hagel äußerte sich darin unter anderem zum Aussehen einer minderjährigen Schülerin „mit rehbraunen Augen“. Die Aussage wurde vielfach als sexistisch kritisiert.

Zuletzt machte dann ein Clip aus dem ARD-Mittagsmagazin die Runde, in dem Hagel erst den Treibhauseffekt falsch erklärt und dann einer Lehrerin unwirsch über den Mund fährt. Auch dieses Video brachte dem CDU-Politiker in den sozialen Medien Häme und Spott ein, wurde aber nicht aktiv von einem grünen Mandatsträger in Umlauf gebracht.

Tobias Vogt machte die Aufholjagd der Grünen und das schwache Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl auch an diesen Videos fest. „Das Vertrauensverhältnis zu den Grünen ist massiv belastet“, sagte er am Wahlabend und stellte klar: „Diese Kampagne hat mit den Kretschmann-Grünen nichts zu tun. Es sind die Özdemir-Grünen, die diese Art des Wahlkampfs nach Deutschland gebracht haben.“

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