Die kommunalen Freien Wähler rund um Leonberg distanzieren sich von der gleichnamigen Partei, die zur Landtagswahl antritt – und verweisen auf wichtige Unterschiede.
Bei der Landtagswahl am 8. März treten auch die Freien Wähler an. Da mag sich mancher denken, dass es sich um jene Vereinigung handelt, die gerade in der Region Leonberg in den Gemeinderäten stark vertreten ist. Doch dem ist nicht so: „Diese Freie-Wähler-Partei hat nichts mit den originalen Freien Wählern zu tun, die als Vereine organisiert sind und ausschließlich kommunal engagiert sind“, betont der Landesvorsitzende der Freien Wähler, Wolfgang Faißt.
Die Abgrenzung zur Freie-Wähler-Partei ist dem ehemaligen Bürgermeister von Renningen und seinen Vorstandsmitgliedern sehr wichtig. Seien die kommunalen Freien Wähler doch weder „an ein Parteiprogramm noch an eine Ideologie gebunden“. Es gehe immer nur um die Sache, erklärt Faißt.
„Kommunale Verankerung und parteipolitische Unabhängigkeit“
In der Landes- oder Bundespolitik wollen diese – wie sie sich nennen – „original“ Freien Wähler nicht mitmischen. Dennoch gebe es den Austausch mit Politikern anderer Parteien, sowohl auf Orts- als auch – über den Landesverband – auf Landesebene, sagt Wolfgang Faißt.
Die kommunale Verankerung und die parteipolitische Unabhängigkeit seien die großen Stärken der Freien Wähler, meint Stephan Schwarz , der Stadtverbandsvorsitzende in Leonberg. Deshalb seien die kommunalen Freien Wähler auch die stärkste politische Kraft in den baden-württembergischen Gemeinderäten.
Der Freie Wähler Landesverband wurde 1956 gegründet und war Mitglied im Bundesverband. 2010 kam es zur Trennung, als der Bundesverband in eine Partei umgewandelt wurde, um landes- und bundespolitisch aktiv zu sein. Die Kommunalpolitik sollte den Vereinen vorbehalten bleiben.
Stephan Schwarz: „Wir nehmen eine neutrale Position ein“
„Es gibt zwar eine Namensgleichheit, die Kreisverbände und alle Stadt- und Ortsvereine haben allerdings nichts mit dieser Freie-Wähler-Partei zu tun. Wir werden die Kandidatur der gleichnamigen Partei nicht unterstützen und nehmen eine neutrale Position ein“, sagt der Leonberger Freie-Wähler-Chef Stephan Schwarz .