Landtagswahl Baden-Württemberg Zehn bemerkenswerte Ergebnisse

Von atr 

Welche Wahlkreise waren denkbar knapp? Wo sitzen die Stimmenkönige? Welche Parteien haben 0,0 Prozent der Stimmen geholt? Interessante Ergebnisse der Landtagswahl im Überblick.

Eine der letzten Hochrechnungen aus der Stadt, bevor das vorläufige amtliche Endergebnis für die Wahlkreis in Stuttgart kam. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Eine der letzten Hochrechnungen aus der Stadt, bevor das vorläufige amtliche Endergebnis für die Wahlkreis in Stuttgart kam. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Am Sonntag hat Baden-Württemberg einen neuen Landtag gewählt. Manche Ergebnisse haben die Tendenz der Wahlumfragen bestätigt, andere haben die Politiker und auch die Wähler überrascht. Wir haben uns durch die Statistiken gewühlt und zeigen Ihnen zehn Ergebnisse, die bemerkenswert sind.

Alle Ergebnisse aus den Wahlkreisen im Land und den Stadtbezirken in Stuttgart finden Sie hier!

1. Die Wahlbeteiligung ist deutlich gestiegen ...

  • im Vergleich zu 2006 (53,4 Prozent) und 2011 (66,3 Prozent). 70,4 Prozent der Baden-Württemberger haben ihr Kreuzchen gemacht.

2. Die AfD holte Direktmandate in ...

  • Mannheim I und Pforzheim. Gleich zwei Direktmandate holte die Alternative für Deutschland aus dem Stand. Im Mannheim I reichen ihr dafür 23 Prozent, in Pforzheim sind es 24,2 Prozent. AfD-Landesvorstandsmitglied Bernd Grimmer (Pforzheim) und Rüdiger Klos (Mannheim) werden mit einem Premium-Mandat in den Landtag ziehen.

3. Die rote Laterne für die niedrigste Wahlbeteiligung geht nach ...

  • Nordbaden: In Mannheim I - also in dem Wahlkreis, in dem die AfD ein Direktmandat holte - gingen anteilig die wenigsten Bürger zur Wahl. Nur 58,8 Prozent haben dort ihre Stimmen abgegeben. Grundsätzlich sind die Badener Statistiken zufolge etwas wahlfauler als die Württemberger.

4. Die höchste Beteiligung gab es ... 

  • im Gegensatz dazu in Stuttgart: Prozentual gingen hier die meisten Wähler in Wahlkreis II, also auf den Fildern, an die Urnen.

5. Die Grünen-Hochburg lag ...

  • im Stuttgarter Wahlbezirk I. Die Stimmenkönigin der Grünen heißt also auch 2016 Muhterem Aras mit 42,4 Prozent (2011: 42,5 Prozent). 

6. Die meisten CDU-Wähler wohnen ... 

  • nach wie vor in Ehingen. Die CDU-Hochburg von 2011 rutschte zwar von 51 Prozent vor fünf Jahren auf 36,3 Prozent ab. Für den direkten Einzug reichte aber auch dieses Ergebnis.

7. Ein Rekordzahl an Direktmandaten ging an ...

  • 2011 haben die Grünen noch neun Direktmandate geholt, 2016 sind es 46 von 70 Wahlkreisen. Auf die CDU entfallen in diesem Jahr 22 (2011: 60).

8. Das Rennen war besonders knapp ...  

  • im Wahlkreis Böblingen. Die Grünen haben dort mit 27,7 Prozent hauchdünn die Nase vor der CDU mit 27,6 Prozent. Einen Unterschied von 59 Stimmen entschied das Direktmandat in Pforzheim. Die Grünen liegt dort bei 24,1, die AfD bei 24,2 Prozent.

9. Diese Parteien holten 0,0 Prozent ...

  • Arminius-Bund (49 Stimmen), DKP (144 Stimmen), BüSo (166 Stimmen), Die Einheit (214 Stimmen), Tierschutzallianz (480 Stimmen), Bündnis C (602 Stimmen), Die Rechte (713 Stimmen) und Die Menschliche Welt (872 Stimmen).

10. Die Auszählung hat am längsten gedauert in ...

  • dem Wahlkreis Enz. Am schnellesten lieferten die ehrenamtlichen Wahlhelfer in Heidelberg ihr Ergebnis.