Landtagswahl in Stuttgart Grüne wollen alle vier Wahlkreise verteidigen

Die Stuttgarter Grünen bieten in den Stuttgarter Wahlkreisen am 14. März ein prominentes Kandidatenquartett auf. Von links: Oliver Hildenbrand, Muhterem Aras, Winfried Hermann und Petra Olschowski Foto: Grüne
Die Stuttgarter Grünen bieten in den Stuttgarter Wahlkreisen am 14. März ein prominentes Kandidatenquartett auf. Von links: Oliver Hildenbrand, Muhterem Aras, Winfried Hermann und Petra Olschowski Foto: Grüne

Trotz Niederlage bei der OB-Wahl und Konkurrenz aus der Klimabewegung gibt sich die Partei siegesgewiss – und setzt auf ein prominentes Kandidatenquartett und das grüne Zugpferd Winfried Kretschmann.

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Stuttgart - Die Grünen zeigen sich trotz des politischen Dämpfers bei der Stuttgarter OB-Wahl zuversichtlich, im März bei der Landtagswahl erneut alle vier Direktmandate erringen zu können. In Stuttgart bieten sie dafür mit Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Wahlkreis I), Verkehrsminister Winfried Hermann (Wahlkreis II), dem Landesparteichef Oliver Hildenbrand (Wahlkreis III) und der Kulturstaatssekretärin Petra Olschowski (Wahlkreis IV) ein vergleichsweise prominentes Personaltableau auf. Zentrale Themen der Partei sind neben der Bewältigung der Corona-Pandemie der Klimaschutz und der gesellschaftliche Zusammenhalt.

Bei der Online-Pressekonferenz kurz vor dem offiziellen Wahlkampfauftakt an diesem Sonntag, der pandemiebedingt auf dem grünen Youtube-Kanal über die Bühne geht, betonten alle vier Bewerber, nur mit den Grünen als führende Kraft in der Landesregierung und mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann an der Spitze könne Baden-Württemberg glaubwürdige und verlässliche Antworten auf die Corona-Krise geben und zugleich die Themen Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Bildungsgerechtigkeit weiter vorantreiben.

Vor Konkurrenz aus der Klimaschutzbewegung ist den Grünen nicht bang

Aras, die in ihrem Innenstadtwahlkreis bei den Urnengängen 2011 und 2016 das landesweit beste Stimmenergebnis für die Grünen erreicht hatte und sich für Chancengleichheit und die Verteidigung demokratischer Grundwerte starkmachen will, prognostizierte: „Wir werden ein sensationell gutes Ergebnis in Stuttgart einfahren.“ Verkehrsminister Hermann, dessen Duell mit der CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann im Filderwahlbezirk besondere Spannung verspricht, will die Kultusministerin mit Themen wie Mobilitätswende und Transformationsprozess in der Autoindustrie hinter sich lassen. Landeschef Hildenbrand, der den ausscheidenden Umweltminister Franz Untersteller als Kandidat im Stuttgarter Norden beerbt hat, setzt auf „Zusammenhalt und neuen Mut“ als Wahlslogan. Und Olschowski, die sich in Bad Cannstatt und den oberen Neckarvororten neu zur Wahl stellt, will mit digitaler Innovation und Stadtentwicklung punkten.

Vor der neu erwachsenen Konkurrenz durch die sogenannte Klimaliste, die mit dem Tempo der Kretschmann’schen Klimapolitik unzufrieden ist und eigene Bewerber ins Rennen schicken will, ist den Grünen nicht bang. „Wir sind seit Gründung die Klimaschutzpartei“, sagt Landeschef Hildenbrand. Und auch die krachende Niederlage ihrer Kandidatin Veronika Kienzle beim ersten Wahlgang der Stuttgarter OB-Wahl will die Partei nicht als schlechtes Omen werten und setzt voll und ganz auf ihr Zugpferd, den Regierungschef. „Das ist eine Landtagswahl, da geht es um Winfried Kretschmann“, so Minister Hermann.




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