Lange Nacht der Museen in Stuttgart Auch der Nachholtermin im Oktober wird gestrichen

Die Lange Nacht der Museen hat unter anderem zum Porsche-Museum geführt. Foto: Lift
Die Lange Nacht der Museen hat unter anderem zum Porsche-Museum geführt. Foto: Lift

In Absprache mit den beteiligten Häusern hat das Stuttgart-Magazin „Lift“ auch den Nachholtermin der Langen Nacht der Museen am 19. Oktober abgesagt. Für Veranstalter ist selbst der Herbst noch voller Risiken.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)
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Stuttgart - Es ist die Zeit der Unberechenbarkeit. Wer Veranstaltungen plant, kann nicht wissen, ob und wann man dann die besten Konzepte über den Haufen werfen muss. Das Stuttgart-Magazin „Lift“, das seit 1999 bei der Lange Nacht der Museen die halbe Stadt in Bewegung bringt, geht auf Nummer sicher. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht“, sagt Anette Taube, die „Lift“-Verlagsleiterin für Event und Online, „aber die Unabwägbarkeiten sind zu groß.“ Eigentlich sollte die Tour zu Ausstellungen und Kultur, die für März zum zweiten Mal in Folge abgesagt worden ist, am 19. Oktober nachgeholt werden. In Absprache mit den beteiligen Häusern haben die Veranstalter nun auch den Ersatztermin gestrichen.

Jetzt soll die nächste Museumsnacht in Stuttgart am 19. März 2022 stattfinden – „aller Voraussicht nach“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Mit festen Zusagen und Ankündigungen tun sich noch immer alle schwer. Weil weiterhin völlig unklar ist, wie sich die Pandemie entwickelt, wie es mit Impfungen, Mutanten und Inzidenzen weitergeht, sehen sich die Leute von „Lift“ nicht in der Lage, zum jetzigen Zeitpunkt mit einer „sinnvollen Veranstaltungsplanung“ zu beginnen.

Die nächste Museumsnacht ist für den 19. März 2022 geplant

Sollten strenge Hygieneauflagen auch im Herbst noch gelten, dürften nur wenige Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichzeitig ein Museum betreten. „Die Lange Nacht lebt von Ausstellungsbesuchen“, sagt Anette Taube, „man kann das nicht alles ins Freie verlagern.“ Stuttgarter Clubs planen, im Sommer auf Außenflächen den Betrieb aufzunehmen – dies lasse sich nicht auf die Museumsnacht übertragen. Das Stadtmagazin müsse „wirtschaftlich“ planen. Man könne nicht draufzahlen, wenn aufgrund der Beschränkungen die Kalkulationen nicht aufgehen. „Es würde auch keinen Sinn machen, die Preise zu erhöhen“, findet die Event-Chefin von „Lift“.

Eine Entscheidung habe man jetzt treffen müssen, bevor geplant und organisiert ist. „Leider können wir nicht erst Anfang Oktober beschließen, ob wir zwei Wochen später eine Großveranstaltung machen“, sagt Anette Taube. Die letzte Nacht der Museen hat im März 2019 stattgefunden – es war die 20. Ausgabe. Die 21. Ausgabe soll nach dreijähriger Pause 2022 im gewohnten Umfang die Menschen erfreuen.




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