Laufen für den guten Zweck in Degerloch Kilometerrekord für Projekte des Partners Unicef

Von tel 

Auf der Waldau in Stuttgart-Degerloch haben 2000 Läufer 23 726 Kilometer für einen guten Zweck zurückgelegt. Ein Team lief tatsächlich 24 Stunden lang.

Laufen für  gute Zweck Foto: Lichtgut/Horst Rudel
Laufen für gute Zweck Foto: Lichtgut/Horst Rudel

Stuttgart - Manuel Neuer und Jerome Boateng waren auch da. Zumindest als Namen auf den Trikots von Benjamin (7) und Lucas (11) Jaeger, die mit ihrem Vater Holger schon zum vierten Mal am 24-Stunden-Lauf auf der Bezirkssportanlage auf der Waldau teilgenommen und tapfer viele Runden gedreht haben. Eine Medaille war ihnen damit wie allen Teilnehmern sicher. Die Fitness-Helden aber waren Gunther Zeller (64), Stefanie Leichsenring (32), beide von der Jugendhaus-Gesellschaft, und Thomas Böcher (47) von der Landespolizei. Das Trio hatte 24 Stunden, von Samstag, 14 Uhr, bis Sonntag, 14 Uhr, auf der 400-Meter-Bahn satte 150 Kilometer unter die Sohlen ihrer Laufschuhe genommen und wurde dafür mit Urkunden belohnt. Die Pokale überreichten Stefan von Holtzbrinck und Fred Stradinger von den Veranstaltern, dem Förderverein Kinderfreundliches Stuttgart und dem Sportkreis Stuttgart, an die Sieger-Teams von der Jugendhaus-Gesellschaft, der Heusteigschule und der Polizeidirektion Stuttgart.

Die Stadt Stuttgart und Unicef sind Partner

Mehr als 2000 Läuferinnen und Läufer starteten bei diesem zehnten Jubiläumslauf, der im Zeichen der Partnerschaft stand, die Stuttgart für ein Jahr mit der Unicef eingegangen ist. „Wir werden mit den Spenden Unicef-Projekte in der Partnerstadt Kairo, in Burundi und in der Türkei unterstützten“, erklärte OB Fritz Kuhn, als er den Lauf startete. Etwa 10 000 Euro sind in den letzten zehn Jahren erlaufen worden. Gespendet wird pro Runde, von zehn Cent bis zu einem Euro. Mit Unterstützung von Banken, Unternehmen, einer Stiftung, aber auch einzelnen Geschäftsleuten wie der Friseurin Gabi Schenk, die Böcher sponserte. Ein Chip auf den Schuhen und eine elektronische Messung sorgten dafür, dass bei der Zahl der Runden nicht geschummelt werden konnte.

„Es war eine wunderbare Atmosphäre“, strahlten Veranstalter. Und Gunter Zeller fühlt sich nach 24 Stunden auf der Bahn noch immer fit wie ein Turnschuh.