Der 21,1 Kilometer lange Halbmarathon des Liwa-Laufevents führt durch den Schurwald und gilt aufgrund seiner Anstiege und welligen Passagen als durchaus anspruchsvoll. Foto: Herbert Rudel
Das Liwa-Laufevent auf dem Schurwald feiert Jubiläum: Zum 25. Mal geht die Traditionsveranstaltung am 19. April an den Start. Für Armin Storz endet die Zeit als Cheforganisator.
Wenn am 19. April der Startschuss zum Liwa-Lauf fällt, ist es nicht nur ein gewöhnlicher Lauftag. Die Traditionsveranstaltung feiert ihr 25-jähriges Jubiläum – und gleichzeitig endet für Armin Storz eine lange Zeit als Cheforganisator des Events. „Das ist schon eine Zahl. Ich hätte nie gedacht, dass es den Lauf so lange geben – und er mal so groß werden würde“, betont Storz.
Cheforganisator Armin Storz gibt die Verantwortung ab
Nach einem Vierteljahrhundert voller Organisation, Planung und unzähliger Helferstunden will Storz die Verantwortung nun bewusst abgeben. „Es wird Zeit, das Ganze den Jüngeren in die Hände zu geben, damit sich auch neue Ideen entwickeln können. Der organisatorische Kraftakt wird dann auf mehrere Schultern verteilt“, sagt der Vorsitzende des TSV Lichtenwald, der zunächst den Halbmarathon gemeinsam mit Werner Kiepfer und Rolf Roos ins Leben gerufen hat. Ganz aus der Verantwortung wird sich Storz jedoch nicht zurückziehen. „Ich bleibe natürlich als Ansprechpartner erhalten, grille dann beim Lauf aber lieber Würstchen, als mich um den organisatorischen Teil zu kümmern“, sagt er und ergänzt mit einem Lächeln: „Das machen dann andere, etwa Kirsten Guggenmos.“
Der Anfang einer Erfolgsgeschichte: Die erste Broschüre des LIWA-Laufs stammt aus dem Jahr 2002. Foto: rob
Bevor es am Sonntag, 19. April, um 9.15 Uhr traditionell mit dem Marathon losgeht, laufen die Vorbereitungen in Lichtenwald längst auf Hochtouren. Zahlreiche Helferinnen und Helfer sind im Einsatz, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wieder einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen und dem Laufevent einen würdigen Rahmen zu geben.
Jubiläumsmedaillen und zwei Zeiterfassungsstationen
Einmalig wird es zum Jubiläum besondere Medaillen geben, die etwas größer sind und die Zahl 25 tragen. „Jeder Pokal und jede Medaille war noch eingepackt und musste erst einmal aus der Plastikfolie genommen werden“, erzählt Storz, „diese Kleinigkeiten gehören zur Vorbereitung auch dazu und kosten viel Zeit, an die man gar nicht denkt.“ Ansonsten ist der Plan durchgetaktet: Die erste Organisationssitzung findet bereits im August des Vorjahres statt, danach geht es laut dem Hauptorganisator „peu à peu weiter – je nachdem, was noch gebraucht wird und ob alle Genehmigungen vorliegen.“ Neu ist in diesem Jahr außerdem, dass es beim Jubiläumslauf zwei Zeiterfassungsstationen auf den Strecken geben wird.
Die Läuferszene boomt
Auch in diesem Jahr stehen wieder acht Wettbewerbe auf dem Programm – vom Bambini-Lauf (422 Meter) über den Junior-Lauf (844 Meter), den Schülerlauf (2,6 Kilometer), den Fitness-Lauf (6,5 Kilometer) und den Nordic-Walking-Lauf (10 Kilometer) bis hin zum Zehn-Kilometer-Lauf, dem Halbmarathon (22 Kilometer) und dem Marathon. Das Highlight bildet wie immer der Marathon über die Distanz von 42,2 Kilometern. Darauf sind sie laut Storz „in unserem kleinen Nest besonders stolz, weil es der einzige Marathon im Kreis Esslingen ist. Es ist ein Riesenevent“.
Nachdem im vergangenen Jahr mit 1571 Anmeldungen ein Rekord erreicht wurde, könnte das Event laut Storz in diesem Jahr „noch einmal alles toppen“. Erstmals wurde jedoch ein Teilnehmerlimit festgelegt: 1350 erwachsene Läuferinnen und Läufer, dazu kommen rund 350 Kinder. „Mehr gibt die Infrastruktur bei uns da oben – vor allem bei den Parkplätzen – einfach nicht her“, erklärt er. Nachmeldungen wird es daher nicht geben. „Die Läuferszene boomt. Klar könnte das Event noch größer werden, aber irgendwo sind auch Grenzen. Ein Ultra-Marathon war zwar einmal geplant, davon sind wir vorerst wieder abgekommen“, sagt Storz.
Das Wetter soll mitspielen
Was nun noch fehlt, ist das passende Wetter. „Im vergangenen Jahr war es nach dem morgendlichen Regen richtig angenehm“, sagt Storz, der sich aber auch an schwierige Bedingungen erinnert: „Bei einer der ersten Veranstaltungen lag kurz zuvor noch so viel Schnee, dass wir einen Schneepflug organisieren mussten.“ Erst einmal stehen jedoch die letzten Vorbereitungen an, bevor es laut Storz „am Tag vor dem Event dann richtig wuseln wird“.
Wenn der Lauf schließlich reibungslos über die Bühne gegangen ist, wird Storz erleichtert durchatmen – und zugleich ein wenig wehmütig auf sein letztes Mal als Cheforganisator zurückblicken.
Die Anmeldung für die einzelnen Läufe ist noch bis Sonntagabend online unter https://my.raceresult.com/373278 möglich.