Lebensechte Puppe Alle Posen von Steve Jobs

Steve Jobs Foto: dapd 3 Bilder
Steve Jobs Foto: dapd

Um Steve Jobs weiterleben zu lassen, verkauft der chinesische Spielzeughersteller Inicons nun detailgetreue Puppen des Apple-Stars.

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Stuttgart - Die untröstliche Trauergemeinde um Steve Jobs musste sich bisher damit begnügen, ihr Macbook zu streicheln oder in einen Apple Store zu gehen, wollte man gleich nicht an den Wohnort von Jobs nach Palo Alto pilgern. Doch jetzt gibt es Hoffnung. Der chinesische Spielzeugkonzern Inicons kommt mit einer erschreckend realistischen, 30 Zentimeter großen Puppe von Jobs auf den Markt. Der trauernde Apple-Jünger kann sie sich auf den Schreibtisch stellen, kann die Hände auswechseln, um die typischen Jobs-Gesten zu simulieren, und ihr die für Jobs typischen Turnschuhe anziehen. So wird es verschmerzbar, dass Jobs nie wieder eine seiner legendären Produktpräsentationen abhalten wird.

Der Apple-Konzern findet das Geschäft mit der Jobs-Trauer indes eher pietätlos. Schon bevor Action-Steve für 99 Dollar Anfang Februar in den Versand geht, hat man im Silicon Valley mit rechtlichen Schritten gedroht. Anscheinend ist man der Meinung, dass eine solche Geschmacklosigkeit dem sorgsam gehüteten Image der Marke schade. Vielleicht will man aber auch nur verhindern, dass eine andere Firma als Apple selbst mit Jobs Geld verdient. Die Actionfigurenbranche ist schließlich lukrativ. Rund 1,5 Milliarden Dollar werden pro Jahr auf dem Markt umgesetzt.

Nicht nur Jobs gibt es als Puppe

So einträglich ist das Geschäft, dass es sich schon lange nicht mehr auf Comicsuperhelden wie Superman und Batman beschränkt. Das Sortiment ist überaus ausdifferenziert: Von Ronaldo bis hin zu Angelina Jolie kann man sich heute jeden beliebigen Star zum Anfassen ins Wohnzimmer stellen. Sogar eine Obama-Puppe gibt es, zu der eine Sonderedition im Marineinfanterielook aufgelegt wurde, nachdem bin Laden erschossen wurde.

Wie das Weiße Haus das findet, war nie zu erfahren, Washington schwieg dezent. Sogar der US-Präsident hat akzeptiert, dass er nicht alles kontrollieren kann. Apple hingegen muss das noch lernen.

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