Ab Samstag startet die Hesse-Bahn zu Probe- und Schulungsfahrten zwischen Calw und Weil der Stadt. Das bedeutet auch: Fußgänger und Autofahrer müssen dann jederzeit mit Zügen rechnen.
Die offizielle Einweihung der Hesse-Bahn lässt noch ein wenig auf sich warten. Am Samstag, 31. Januar, ist es soweit.
Doch die Zeit der weitgehenden Sorglosigkeit bei Spaziergängen an der Strecke ist schon jetzt vorbei – denn bereits ab Samstag, 17. Januar, muss hier jederzeit mit Zugverkehr gerechnet werden.
„Die Bauarbeiten entlang der reaktivierten Strecke zwischen Calw und Weil der Stadt neigen sich dem Ende zu“, teilt das Landratsamt Calw nach einem Bericht des Schwarzwälder Botens mit. Und das bedeutet: Nun beginnen auch umfangreiche Test- und Schulungsfahrten. Diese dauern voraussichtlich vom 17. bis zum 30. Januar.
„Dabei ist auch ein Fahrbetrieb mit höheren Geschwindigkeiten vorgesehen. Daher gilt ab sofort: Vorsicht an den Bahngleisen und Bahnübergängen!“, heißt es warnend aus dem Landratsamt. Denn: Außerhalb der Ortschaften fahren die Züge bis zu 100 Stundenkilometer schnell. Und ihr Bremsweg betrage bis zu einigen hundert Metern.
Lokführer haben also keine Chance, rechtzeitig anzuhalten, wenn ein Fahrzeug, eine Person oder ein Hindernis auf der Strecke auftauchen sollte.
Sowohl Anwohner als auch Autofahrer müssen sich entsprechend umgewöhnen, erklärt das Landratsamt. Besondere Vorsicht sei indes an den Bahnübergängen geboten.
Ampeln und Schrankenanlagen fehlen zum Teil noch
„Bei einigen Bahnübergängen fehlen zurzeit noch die Ampeln und Schrankenanlagen, diese werden erst noch installiert“, teilt die Behörde weiter mit. „Autofahrer werden daher gebeten, mit Vorsicht die Bahnübergänge zu überqueren.“
Dabei solle folgendes beachtet werden: „Langsam an die Bahnstrecke heran fahren, auf die Zeichen von Bahnübergangsposten oder auf die Ampeln achten, zusätzlich nach links und rechts schauen, ob ein Zug kommt und erst dann den Übergang befahren.“
Nicht zuletzt seien Eltern und Erziehungsberechtigte gefordert. Diese werden gebeten, ihre Kinder für die neuen Gefahren des Zugverkehrs zu sensibilisieren. „Die Schienenstrecke und ihr Umfeld ist kein geeigneter Spiel- und Tummelplatz für Kinder“, heißt es abschließend aus dem Landratsamt.