Lebensmitteleinzelhandel in Echterdingen Rewe in Kontakt mit Elektronikmärkten

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Die Supermarktkette Rewe startet durch – mit einem Verkaufszelt und einem 15-Millionen-Euro-Neubau an der Ulmer Straße. Für den Standort interessiert sich auch ein Elektronikmarkt.

Marktleiter Harald Prinz und seine Mitarbeiter haben am ersten Öffnungstag im Rewe-Verkaufszelt alle Hände voll zu tun. Foto: Norbert J. Leven
Marktleiter Harald Prinz und seine Mitarbeiter haben am ersten Öffnungstag im Rewe-Verkaufszelt alle Hände voll zu tun. Foto: Norbert J. Leven

Echterdingen - Auf dem Parkplatz herrscht dichtes Gedränge über die Mittagszeit, Autofahrer suchen nach einer freien Parkbucht. Kunden strömen in großer Zahl zum Lebensmittelhändler Rewe. Der erste Tag im neuen Verkaufszelt an der Leinfelder Straße wird gleich zur Belastungsprobe. „Die ersten Kunden waren pünktlich zur Eröffnung um 7 Uhr da, seit 9 Uhr ist der Andrang sehr groß“, sagt der Marktleiter Harald Prinz.

Dass er gerade einen großen Umzug hinter sich hat, merkt man dem Einzelhandelsfachmann nicht an. Vor drei Tagen hat er seinen alten Arbeitsplatz, den Toom-Markt an der Ulmer Straße, endgültig verlassen und sich auch vom alten Markennamen verabschiedet. Nun sind Prinz und weitere rund 40 Mitarbeiter ins 1600 Quadratmeter große Verkaufszelt eingezogen und begrüßen in ihrer neuen Dienstkleidung von Rewe die Kundschaft, die sich naturgemäß erstmal orientieren muss, um sich zurechtzufinden.

Arbeitsplatz auf Zeit

Das weiße Zelt auf dem früheren Renault-Areal, einem Filet-Grundstück für Gewerbe in städtischem Eigentum, ist für die Belegschaft ein Arbeitsplatz auf Zeit. Das Mutterunternehmen Rewe will binnen der kommenden 16 Monate am bisherigen Sitz an der Ulmer Straße den sichtbar in die Jahre gekommenen Altbau abbrechen und durch einen Neubau ersetzen.

Die Branche geht oft den Weg, Neubauten bei Investoren anzumieten. In Echterdingen soll dies anders sein. „Die Rewe Markt GmbH ist Bauherr des neuen Rewe Center Marktes“, sagt Susanne Amann, die bei der Rewe-Gruppe für die Region Südwest zuständige Pressereferentin. Geplant sei eine Investition in der Größenordnung von rund 15 Millionen Euro, nennt sie auf Nachfrage ein Volumen.

Verkaufsfläche maximal 6000 Quadratmeter

Mit dem Bauvorhaben sind die zuständigen Abteilungen im Technischen Dezernat der Großen Kreisstadt Leinfelden-Echterdingen auch schon seit einer Weile befasst. Weil es entsprechende Einschränkungen im Regionalplan zum Schutz der Innenstädte gibt,darf der Neubau nicht größer ausfallen als das jetzt geschlossene und abbruchreife Objekt. Der für das Areal zwischen Ulmer Straße und B 27 geltende Bebauungsplan sieht an dieser Stelle ein Warenhaus vor mit maximal 6000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Und als solches müsse auch der Wiederaufbau konzipiert sein, erläutert Angelika Goldak, die Wirtschaftsförderin der Stadt die Rahmenbedingungen.

Die Planungen sind offenbar auf ein reibungsloses Genehmigungsverfahren abgestimmt. „Wir achten darauf, dass die Mischung stimmt“, sagt die Baubürgermeisterin Eva Noller, die wegen des Projekts auch bereits Abstimmungsgespräche mit dem Verband Region Stuttgart geführt hat. Die Rewe-Pressereferentin Susanne Amann nennt für das neue Objekt in Echterdingen Zahlen: Vorgesehen sei eine gesamte Nutzfläche von etwa 7500 Quadratmetern. Davon sollen allein 4450 Quadratmeter auf den Rewe Center Markt entfallen. Die Nutzfläche setzt sich aus Verkaufsfläche und Nebenflächen wie Lager- und Sozialräume, Mall-Bereiche und Vorkassenbereiche zusammen. Dazu kommen noch 340 breite Parkplätze.

Rewe steht in Kontakt mit Elektronik-Märkten

Im Lebensmittelbereich soll das neue Center genau wie bisher Toom umfangreiche Sortimente anbieten. Erstmals äußert sich Rewe nun auch zur Nutzung weiterer Geschäftsflächen im geplanten Neubau. In der Vorkassenzone werde ein Bäcker integriert sein. „Als Untermieter gibt es einige Interessenten, zum Beispiel aus dem Unterhaltungselektronik-Bereich“, sagt Susanne Amann, nennt aber keine Namen. Das heizt alte Spekulationen über eine Mediamarkt- oder Saturn-Filiale dort neu an. Die Media-Saturn-Holding in Ingolstadt hält sich dazu bedeckt. Eine Unternehmenssprecherin sagt: „Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir Standortgerüchte grundsätzlich nicht kommentieren.“




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