Lebensretter Region Stuttgart Freitag der 13. ist Rauchmeldertag

Rauchmelder gehören möglichst mittig an die Zimmerdecke. Foto: picture-alliance/ dpa/Jens Büttner

Der Freitag der 13. ist bundesweit der Rauchmeldertag. Wir haben den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Steinenbronn, Stefan Turata, zu dessen Bedeutung befragt.

Familie/Bildung/Soziales: Alexandra Kratz (atz)

Steinenbronn - Freitag der 13. gilt als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren. Seit mehreren Jahren ist dieser Tag daher der Rauchmeldertag, an dem die große Bedeutung der kleinen Geräte thematisiert wird. Dank Rauchmeldern konnten schon viele Menschenleben gerettet werden. Der laute Alarmton warnt Bewohner eines Hauses. Und auch wenn keine Personen im Gebäude sind, werden durch das schrille Signal frühzeitig Nachbarn oder Passanten auf einen Brand aufmerksam gemacht und können die Feuerwehr verständigen. Stefan Turata, Feuerwehrkommandant in Steinenbronn, beantwortet im Interview Fragen zum heutigen Rauchmeldertag.

 

Herr Turata, wussten Sie, dass es einen Tag des Rauchmelders gibt?

Natürlich ist mir der jährliche Rauchmeldertag ein Begriff. Eine sehr sinnvolle Erinnerung an ein lebensrettendes Hilfsmittel.

Warum ist so ein Tag wichtig?

Der Rauchmeldertag ist wichtig, um den Menschen die richtigen Hinweise zu den kleinen Lebensrettern aufzuzeigen. Durch die Bekanntmachungen in den Medien werden Notwendigkeit und Handhabung erklärt, damit eine flächendeckende und sachgerechte Installation erfolgen kann.

Haben Sie Zahlen, wie vielen Menschen Rauchmelder schon das Leben gerettet haben?

Genaue Zahlen für Steinenbronn habe ich nicht, aber in jedem Fall konnten hier schon Leben gerettet werden, da Rauchmelder rechtzeitig einen Entstehungsbrand angezeigt haben. In Deutschland kommen jährlich bis zu 400 Menschen bei Bränden ums Leben. Davon 95 Prozent weil sie an Rauchgasen ersticken. Hauptverschuldet ist dies durch den nicht funktionierenden Geruchssinn beim Schlafen. Durch die Verbreitung der Rauchmelder konnte die Zahl der Toten deutlich verringert werden.

Rauchmelder lösen auch viele Fehlalarme aus. Nervt das nicht ein bisschen?

Wir sind Feuerwehrleute aus Überzeugung! Immer bereit, Menschen in Notlagen zu helfen. Wenn sich ein Alarm als Fehlalarm entpuppt und niemand zu Schaden gekommen ist, sind wir in erster Linie glücklich darüber und zeitgleich sofort wieder motiviert zu helfen, wenn es tatsächlich zu einem Brand kommt. Fehlalarme gehören nun mal dazu. Lieber ein paar mal umsonst als einmal zu spät oder gar nicht!

In Baden-Württemberg sind Rauchmelder Pflicht. Ist das richtig so?

Absolut, ich begrüße diese Pflicht! Ich begrüße nicht jede Pflichtvorgabe, aber diese mit ihrer unumstößlichen Berechtigung insbesondere. Sie rettet Leben!

Was gilt es bei der Installation von Rauchmeldern zu beachten?

Die Vorgaben der Hersteller sind zu beachten. Ganz wichtig: Nicht in Ecken, sondern mindestens einen Meter Abstand zur Wand. Rauchmelder nicht verstecken! Sie sind wie Lichtschalter oder Rollladengurte technische Notwendigkeiten und nicht der Grund dafür, dass ein Wohnzimmer optisch an Wert verliert! Sie retten nicht nur Leben, sondern auch Einrichtungen und wertvolle, gegebenenfalls nicht wiederbeschaffbare Eigentümer und damit verbundene Erinnerungen.

Zur Person

Stefan Turata
Der Kommandant Stefan Turata führt seit 2014 die Freiwillige Feuerwehr Steinenbronn. Seit dem Jahr 2019 unterstützen ihn seine beiden Stellvertreter Liridon Krasniqi und Patrick Auch. Der Kommandant vertritt die Feuerwehr nach außen, zum Beispiel bei der Gemeinde oder anderen Behörden.

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